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Bomann-Museum und Kunstmuseum

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Bomann-Museum Celle. Museum für Kulturgeschichte

Mitten im Zentrum der Stadt, direkt gegenüber dem Celler Schloss, liegt das Bomann-Museum, eines der größten und bedeutendsten Museen in Niedersachsen. Das 1892 als „Vaterländisches Museum“ gegründete Haus wurde 1923 nach seinem ersten Direktor Wilhelm Bomann benannt. Das Museum am Schlossplatz präsentiert umfangreiche Sammlungen zur niedersächsischen Volkskunde und zur Celler Regional- und Stadtgeschichte.

In den letzten Jahren wurden alle Dauerausstellungen umgestaltet. Entstanden sind dabei sieben Rundgänge, die die Kulturgeschichte von Stadt und Region auf unterschiedliche Weise beleuchten.

Celle und sein Umland – eine Reise durch die Zeit
Ein chronologischer Rundgang führt in die Celler Stadtgeschichte ein. Ergänzend nimmt ein Film die Besucher mit auf eine Rundreise durch den Landkreis, die viele Themen der neuen Dauerausstellungen vor Ort zeigt.

Rauch, Gestank und Plackerei – Das Bauernhaus
Ein neues Gesicht hat das seit Gründung des Museums eingebaute niederdeutsche Bauernhaus erhalten. Inszenierungen machen typische Arbeiten wie Dreschen, Kochen oder Schlachten anschaulich. Die Lichtführung unterstreicht den Charakter des Hallenhauses, in dem sich Wohnräume und Stallungen unter einem Dach befinden.

Heide – Honig – Hightech: Eine Region im Wandel
Dieser Rundgang zeigt die Bedeutung der Landwirtschaft für die Kulturgeschichte des Celler Raumes. Vorstellungen von einem idyllischen Landleben bestimmen bis heute das Bild vom Bauern. Die Realität besteht jedoch bis ins 19. Jahrhundert aus schwerer Arbeit und der Abhängigkeit von verschiedenen Dienstherren. Globale Märkte schaffen heute neue Abhängigkeiten und Verflechtungen, der Landwirt wird zum Unternehmer.

Herd und Heim – Bildung und Verein: Bürgerkultur in Celle
Hier blickt das Museum in die Epoche des Biedermeier. Anschauliche Biografien illustrieren die familiären Verhältnisse von Celler Kaufleuten und Handwerkern. Auf den Spuren dieser Personen geht es in das öffentliche Leben im 19. Jahrhundert. In dieser Zeit nehmen durch das Engagement des Bürgertums Institutionen und Entwicklungen ihren Anfang, die bis in die Gegenwart fortwirken.

Leistung, Streik und Gastarbeit – Perspektiven der Arbeit
Fortschritte in Technik und Wissenschaft prägen seit Ende des 19. Jahrhunderts auch Celle. Die Entdeckung von Rohstoffen, Erfindungen und Forschergeist verändern Produktionsverfahren und Arbeitsweisen. Am Beispiel einzelner Unternehmen werden die Arbeits- und Lebensbedingungen von Handwerkern und Arbeitern veranschaulicht und Voraussetzungen für Unternehmertum und Umsatzsteigerung skizziert.

Nicht von hier? Migration und Integration im Celler Land
Bis heute sind Stadt und Region Celle von Menschen geprägt, die zu unterschiedlichen Zeiten hierher kamen – freiwillig oder unter Zwang – und geblieben sind. Am Beispiel der hugenottischen Glaubensflüchtlinge des 17. Jahrhunderts, der Flüchtlinge und Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg und der êzidisch-kurdischen Flüchtlinge werden Erfahrungen mit Heimatverlust und dem Einleben in der Fremde gezeigt.

Gemalt, besungen, bereist – Die Entdeckung der Heide
Hier wird der Blick auf die Lüneburger Heide gerichtet – auf ihre Entdeckung durch Reisende, Künstler und Literaten. Bis ins 19. Jahrhundert gelten die Heideflächen als öde und trostlos. Dann macht Hermann Löns die Landschaft berühmt. Aber nicht nur Autoren entdecken ab dem 19. Jahrhundert die Schönheit der Heide. Auch Maler spüren der Strahlkraft dieser Landschaft nach. Die Dichter der Heide – neben Hermann Löns darf da Arno Schmidt nicht fehlen. Durch ihn hat die Heide einen Platz in der Weltliteratur gefunden. Ein Teil der Ausstellung ist daher diesen beiden Literaten gewidmet, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Darüber hinaus zeigt das Museum historische und kulturgeschichtliche Sonderausstellungen sowie Präsentationen moderner Kunst. Weiter sind dem Haus die Eberhard-Schlotter-Stiftung Celle und die Stiftung Miniaturensammlung Tansey angegliedert. Die museumspädagogische Abteilung bietet für Besucher aller Altersgruppen ein breit gefächertes Programm – vom Kindergeburtstag bis zum Künstler-Workshop.

Wohnraum 19. Jahrhundert mit Medienstation
Wohnraum 19. Jahrhundert mit Medienstation
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Migration Zweitverwertung 1
Migration Zweitverwertung 1
© Fotostudio Loeper
Migration Notunterkunft 1
Migration Notunterkunft 1
© Fotostudio Loeper
Migration Hugenotten 1
Migration Hugenotten 1
© Fotostudio Loeper
Migration Fluchtgepäck 3
Migration Fluchtgepäck 3
© Fotostudio Loeper
Mädchenzimmer Margarethe Winkelmann
Mädchenzimmer Margarethe Winkelmann
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Leistung Streik und Gastarbeit - Raumansicht
Leistung Streik und Gastarbeit - Raumansicht
© Fotostudio Loeper
Leistung Streik und Gastarbeit - Kutsche 1
Leistung Streik und Gastarbeit - Kutsche 1
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Leistung Streik und Gastarbeit - Infrastruktur 1
Leistung Streik und Gastarbeit - Infrastruktur 1
© Fotostudio Loeper
Leistung Streik und Gastarbeit - Drechsler 1
Leistung Streik und Gastarbeit - Drechsler 1
© Fotostudio Loeper
Leistung Streik und Gastarbeit - Bodenschätze 3
Leistung Streik und Gastarbeit - Bodenschätze 3
© Fotostudio Loeper
Küche 19. Jahrhundert
Küche 19. Jahrhundert
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Kinder im Museum
Kinder im Museum
Landwirtschaft - Heidewirtschaft und Reformen
Landwirtschaft - Heidewirtschaft und Reformen
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Detail Heidewirtschaft
Detail Heidewirtschaft
Heidebilder und Medienstation 2
Heidebilder und Medienstation 2
© Fotostudio Loeper
Haushaltsgeräte
Haushaltsgeräte
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Waschgeräte
Waschgeräte
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Familienbild
Familienbild
Das Bild des Bauern - Trachtenfiguren von Wilhelm Bomann
Das Bild des Bauern - Trachtenfiguren von Wilhelm Bomann
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Chronologie Raumansicht
Chronologie Raumansicht
© Fotostudio Loeper
Chronologie 1871-2
Chronologie 1871-2
© Fotostudio Loeper

Bomann-Museum Kunstmuseum 2006 - Presse
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Bomann-Museum Celle. Museum für Kulturgeschichte »
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