CELLE. Die Residenzstadt Celle ist künftig um einen Titel reicher. Ab sofort darf sie sich Ort der Vielfalt nennen. Die erfolgreiche Teilnahme am gleichnamigen Programm der Bundesregierung macht´s möglich. Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende nahm die entsprechende Urkunde am Donnerstag, 21. Oktober, im Rahmen der Ergebniskonferenz Demokratie aktiv gestalten! der beiden Bundesprogramme VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie und kompetent. für Demokratie Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus in Berlin entgegen. Nette Überraschung für die Celler: Unter den Preisträgern befand sich auch Städtepartner Quedlinburg. Insgesamt tragen nun 211 Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland den Titel. Damit wird auch unser Engagement gegen Rechtsextremismus ausgezeichnet, freut sich Celles OB.
Integration mit hohem Stellenwert
Der hohe Stellenwert, den das Thema Vielfalt und Integration in Celle einnimmt, zeigt sich anhand der
Neugründung eines eigenen Referates Integration in der Stadtverwaltung im vergangenen Jahr. Gestützt wird dieses Engagement durch die jüngst vom Rat der Stadt beschlossene Bildung eines eigenen Integrationsausschusses. Zudem ist Celle als dritte niedersächsische Stadt der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus beigetreten, die auf Initiative der UNESCO gebildet wurde.
Weitere Celler Aktivitäten: Entwicklung eines Integrationsleitbildes (2005), Veranstaltungen wie die Interkulturelle Woche (2008) mit über 500 Teilnehmern aus 16 Organisationen und nicht zu vergessen, der Tag der Niedersachsen, der in diesem Jahr in Celle stattfand und erstmals um eine Integrationsmeile" bereichert wurde.
Darüber hinaus hat es sich die Stadtverwaltung zum Ziel gesetzt, bei Neueinstellungen mehr Migranten zu berücksichtigen und so die Vorteile durch Vielfalt zu nutzen. Auch im schulischen Bereich ist Vielfalt ein großes Thema, das unterstreichen unter anderem das KAV-Gymnasium und die GHS Groß Hehlen mit ihrem Engagement als Europaschulen.
Bildunterschrift:
Setzen auf Vielfalt durch Integration (von links): Quedlinburgs OB Dr. Eberhard Brecht, Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Frauen und Jugend, sowie Celles OB Dirk-Ulrich Mende.