Seiteninhalt

Adolf Isaak Joseph – Harburger Straße 70

Adolf Isaak Joseph kam am 2. Januar 1874 in Schermeisel, Kreis Oststernberg, Mark Brandenburg, zur Welt. Er war Gärtner von Beruf und wechselte häufig seinen Wohnsitz. Einer geregelten Arbeit ging er wahrscheinlich nicht nach. 1931 kam er nach Celle und lebte in der „Herberge zur Heimat“, Bergstraße 42. Ab 1933 lebte er im städtischen Versorgungsheim in der Harburger Straße 70. 1940 wurde er von der Stadt angewiesen, für das jüdische Ehepaar Iwan und Lydia Dawosky (Stolperstein Breite Straße 19), Kohlen in deren Wohnung zu tragen, weil sie selber dazu nicht mehr in der Lage waren. Es ist denkbar, dass Joseph auch zu weiteren Hilfsdiensten herangezogen wurde. Ab dem 15. Oktober 1941 musste er im „Judenhaus“ leben, wozu Gemeindehaus und Synagoge, Im Kreise 23/24, umgewandelt worden waren. War für die meisten hier untergebrachten Juden das „Judenhaus“ die letzte Station vor der Deportation in die Lager, verstarb Joseph hier am 29. Januar 1942.