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20.01.2020

Naturschutzgebiet "Allerniederung bei Klein Hehlen und Celle"

Die Aller mit ihrer Talaue ist auf gesamter Länge zwischen der Stadt Wolfsburg und der Mündung in die Weser als "Gebiet gemeinschaftlicher Bedeutung" (FFH-Gebiet) "Aller (mit Barnbruch), untere Leine, untere Oker" gemäß der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (FFH-Richtlinie) bestimmt worden.
Insgesamt hat das FFH-Gebiet eine Fläche von ca. 18.030 ha; der Ausschnitt des FFH-Gebiets in der Stadt Celle umfasst eine Fläche von ca. 697 ha (entsprechend 3,8 %).

Aus dem europarechtlichen Status ergibt sich die Pflicht, das Gebiet zu einem geschützten Teil von Natur und Landschaft im Sinne des § 20 Abs. 2 BNatSchG zu erklären, also je nach Ausprägung und Schutzerfordernis als Naturschutzgebiet (NSG) oder als Landschaftsschutzgebiet (LSG) auszuweisen.

Die erste Unterschutzstellung eines wesentlichen Teilbereichs im Stadtgebiet erfolgte im Jahre 2007 mit der Ausweisung des NSG "Obere Allerniederung bei Celle"; mit dem NSG "Untere Allerniederung bei Boye" wurde im Jahre 2015 ein weiterer Abschnitt des FFH-Gebiets formell gesichert.

Die zeitliche Abfolge der Unterschutzstellungen folgt der Durchführung technischer Hochwasserschutzmaßnahmen, die bislang den gesamten Talraum der Aller vom Wehr Celle bis Boye umfassen.
Das Verfahren zur Ausweisung des Naturschutzgebiets "Allerniederung bei Klein Hehlen und Celle" umfasst gemäß diesem Prozedere den 2. und 3. Ausbauabschnitt der Hochwasser-schutzmaßnahmen einschließlich der Maßnahmen auf der Allerinsel entlang des "Nordarms" der Aller.
Die vorgesehene Abgrenzung des NSG ist auf der Übersichtskarte im Maßstab 1 : 10.000 erkennbar. Inhaltliche Regelungen und deren Zielsetzung lassen sich dem Verordnungsentwurf und der Begründung entnehmen.