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Stolpersteine: Heinrich Schang - St.-Georg-Straße (An der Ecke vor der Straße »An der Maschkaserne«) ; (früher: St.-Georg-Straße 16)


Der Dachdecker Heinrich Schang (geb. 1903) wurde am 28. März 1933 verhaftet, weil er Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands war. Er saß zunächst im Celler Gerichtsgefängnis in Untersuchungshaft, bis er im Oktober 1934 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Diese Strafe verbüßte er im Zuchthaus Celle. Nach der Entlassung im April 1938 wurde er unmittelbar von der Gestapo verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht. Im November 1944 wurde er in das „SS Bewährungsbataillon Dirlewanger“ gezwungen. Weil sie wussten, dass dies ein „Todeskommando“ war liefen mehrere hundert Häftlinge im Dezember zur Roten Armee über, darunter auch Heinrich Schang. So überlebte Heinrich Schang, der fast die gesamte Zeit des Nationalsozialismus in Gefängnis oder Konzentrationslager gefangen war, den Krieg. Im September 1946 konnte er nach Celle zurückkehren. Er erhielt eine Haftentschädigung und eine Zahlung wegen „Einschränkungen im beruflichen Fortkommen“. Das Urteil gegen ihn von 1934 wurde 1950 aufgehoben. Er lebte nach 1945 wieder in Celle.