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16.01.2014

Stadt engagiert sich im Artenschutz
Bau eines neuen Fortpflanzungsgewässers für den Laubfrosch

CELLE. Die Untere Natur­schutzbehörde (UNB) der Stadt Celle hat im Natur­schutzgebiet (NSG) „Schwei­nebruch“ ein neues Laichgewässer für den Laubfrosch gebaut. Laub­frösche leben auf der städ­tischen Grünlandfläche im Schweinebruch schon seit geraumer Zeit. Der Frosch­lurch zeichnet sich neben seiner auffälligen hell­grü­nen Färbung besonders durch ein Merkmal aus: Er hat Haftpolster an seinen Fingern. Diese ermöglichen es ihm, an höheren Pflanzen - zum Beispiel an Röhricht oder Gebüschen - em­porzusteigen. So ist es nicht verwunderlich, wenn mal ein Frosch auf einem Ast zu sehen ist.

Der Laubfrosch ist die einzige Amphibie in Deutschland, die klettern kann. Was seinen Le­bens­raum angeht ist er anspruchsvoller als andere Lurche. Er mag struktur- und ab­wechs­lungsreiche Landschaften, dabei möglichst einen schnellen Wechsel von extensiv genutzten Flächen - wie Feuchtwiesen -, Röhrichten, Gewässern und Gebüschen. Bekannt ist auch, dass der Laubfrosch sehr gern in Brombeeren sitzt. 

Im Schweinebruch schrumpfte der lokale Laubfroschbestand leider über die Jahre. Deshalb wurde die UNB der Stadt Celle aktiv und warb Fördergelder zum Bau des Gewässers ein. Mit Erfolg: 90 Prozent der Baukosten wurden vom Land im Rahmen der Förderung von sinn­vol­len Naturschutzprojekten übernommen.

Mit dem angefallenen Bo­denaushub ist gleich noch eine andere, dem Natur- und Landschaftsschutz die­nende Maßnahme um­gesetzt worden: Im Hen­ne­ckenmoor ist ein Damm verstärkt worden, um die Wasserhaltung des Gebiets zu verbessern. Diese Maß­nahme ist eine klassische „Win-Win-Situation“, da von einem Mehr an Wasser neben der Natur im Moor auch der dort wirtschaftende Fischer profitiert.

Für die Gesamtmaßnahme Bau Laichgewässer Laubfrosch im Schweinebruch sowie Damm­ertüchtigung im Henneckenmoor wurden 36.620 Euro aufgewendet. Davon wurden 32.958 Euro vom Land erstattet.

Quelle: Pressestelle