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Landschaftliche Besonderheiten

Die landschaftliche Situation im Gebiet der Stadt Celle ist geprägt durch die Lage an der Aller, die vom Südosten kommend das Stadtgebiet in nordwestlicher Richtung durchfließt.
Das Wirken der Eiszeiten und die nacheiszeitlichen Einflüsse von Wasser und Wind haben zur Aus­bildung unterschiedlicher Landschaftsräume geführt. Im Stadtgebiet treffen drei natur­räum­liche Einheiten aufeinander: Während sich von Norden her das vorwiegend sandige, schwach­wellige Grundmoränenplateau der Südheide bis zur Aller hin erstreckt, ist der Süden zum großen Teil der oberen Allerniederung zuzuordnen, die durch den Wechsel von grund­was­sernahen, ehemals niedermoorreichen Bruchgebieten und trockenen Sandplatten, Fluß- und Bachauen mit begleitenden Dünenfeldern gekennzeichnet ist. Im Südwesten des Stadt­ge­biets sind schließlich die bis auf die flußbegleitenden Dünenfelder grundwassernahen Stand­orte der Aller-Talsandebene landschaftsprägend.
Entsprechend den landschaftlichen Gegebenheiten und den menschlichen Nutzungs­an­sprü­chen finden sich im Stadtnorden vor allem ausgedehnte Waldbereiche, die forstlich über­wie­gend durch den Anbau der anspruchslosen Baumart Kiefer genutzt werden, daneben Acker­nutzung auf den Standorten, die eine bessere Wasser- und Nährstoffversorgung bieten. Die ursprünglich landschaftsbestimmenden und für die Lüneburger Heide namensgebenden Hei­deflächen sind bis auf Überreste verschwunden; Grünland ist lediglich in den Auen der Heidebäche Wittbeck, Bruchbach, Vorwerker Bach und Haberlandbach in dieses Nutzungs­muster eingestreut.

Der Süden des Stadtgebiets zeigt dagegen ein vielfältigeres Bild: In den Flußauen von Aller, Lachte und Fuhse, im Schweinebruch und Osterbruch ist noch großräumige Grünland­nut­zung anzutreffen, obwohl auch hier die verstärkte Bodenentwässerung die ackerbauliche Nutzung nach sich zieht. Die Dünenbereiche und Sandplatten sind größtenteils mit Kiefern­wäldern bestanden, die bei Nachlassen der forstlichen Nutzungsintensität durch Unterwuchs von Birke und Eiche einen naturnahen Zustand erreichen, der ihnen nicht nur als Lebens­raum für Pflanzen und Tiere, sondern auch als Ort der naturbezogenen Erholung einen hö­heren Wert verleiht. Auffallend ist die Gliederung der offenen Landschaft durch Einzelbäume, Hecken und Feldgehölze.