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Von »der gemeinen viel geringern und bloß particulären Religion der Juden«. Antijudaismus und Antisemitismus in Philosophie und Theologie seit der Aufklärung

28.09.2021
19:00 Uhr
Im Kreise 23-24
29221 Celle
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Bis zur Aufklärung wird das Judentum von christlicher Seite aus dem religiösen Grund abgelehnt, weil es Jesus nicht als Messias (Christus) anerkennt. Mit der Aufklärung und dem Aufkommen der historisch-kritischen Bibelwissenschaft verschiebt sich dies. Die jüdische Religion wird nun als minderwertig und „bloß particulär“ angesehen, jüdische Bibelauslegung gilt als unwissenschaftlich. Seit dieser Zeit wird die historisch-kritische Lektüre der Bibel von Antijudaismus und Antisemitismus begleitet. Es gibt auch Gegenstimmen, aber diese sind bis in die Zeit nach der Shoah selten.

Prof. Dr. Rainer Kessler war von 1993 bis zum Ruhestand 2010 Professor für Altes Testament in Marburg. Arbeitsschwerpunkte: Sozialgeschichte der biblischen Zeit, prophetische Literatur und die Relevanz der alttestamentlichen Texte für die Gegenwart.

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