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Andree Hesse las am Bundesweiten Vorlesetag in der Stadtbibliothek

Andree Hesse LesungX

Am 17. November, dem bundesweiten Vorlesetag, konnte die Bibliotheksgesellschaft den Autor Andree Hesse in den Räumen der Stadtbibliothek begrüßen. Sein neuester Roman "Der Diversant" entführte die Zuhörer in die Gefühls- und Gedankenwelt eines Heranwachsenden auf der Suche nach seinem Platz im Leben. Dabei wird die Hauptperson eher zufällig zum Staatsfeind in einem totalitären Staat. Beispielhaft führt Andree Hesse sein Publikum an Wendepunkte eines Lebens, das zunächst durchschnittlich erscheint. Und das nicht irgendwann und irgendwo, sondern hier in Deutschland, vor noch gar nicht langer Zeit.

 

 

Andree Hesse Cover

Hesse erzählt von deutscher Teilung und doppelter Flucht, er lässt eine Welt auferstehen, die unsere Gegenwart geprägt hat, in der Menschen leben, die unsere Eltern und Großeltern sind. Ohne mit trockenen Fakten um sich zu werfen, beschreibt Hesse in seinem Roman das Leben mit seinen Höhen und Tiefen in der Nachkriegszeit und der DDR aus ostdeutscher Sicht.

Andree Hesse sagt zur Entstehung seines Buches: „Das Leben selbst bietet Stoff für tausend Romane. Mit diesem Buch habe ich die Geschichte meines Onkels aufgeschrieben. Es ist ein Angebot an alle, ins Gespräch zu kommen.“

Und das ist hier gelungen. Die Resonanz aus dem Publikum hat gezeigt: Dieser Roman, so, oder so ähnlich, spiegelt viele Familienschicksale vom Kriegsende bis zum Mauerbau wieder. Er kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Zeit der deutschen Teilung unvergessen zu machen.