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Isabella Klöpping siegt beim Vorlesewettbewerb der Oberschule an der Welfenallee

„Einmal die Hände bitte vorzeigen“. Was an den Unterrichtsbeginn im 19. Jahrhundert erinnert, hat heute ganz andere Gründe: Die Förderschullehrerin Nadin Golisch desinfiziert den Kindern vor dem Vorlesewettbewerb die Hände und weist ihnen Plätze zu, um dem Corona-Hygieneplan der Oberschule an der Welfenallee nachzukommen. Alle 20 Minuten gibt es ein akustisches Signal, das an das Lüften erinnert und alle Teilnehmer und Gäste tragen natürlich Masken.

Aber ist Schule unter diesen Bedingungen überhaupt möglich? Kann man fröhlich vorlesen mit Maske, Desinfektion und Abstand?

Die Lehrerin Veronika Wypior hat den diesjährigen Vorlesewettbewerb organisiert. Sie meint dazu: „Gerade das Lesen hilft uns, diese schwierige Zeit durchzustehen!“ Ihr Kollege Michael Schröder ergänzt: „Bücher nehmen Kinder und Erwachsene mit auf ganz wundervolle Reisen. Und das tut uns gerade jetzt unheimlich gut.“

Damit die Leseförderung an der Oberschule an der Welfenallee auch funktioniert, arbeiten die Lehrkräfte des 5. und 6. Jahrgangs seit Jahren nicht nur beim Lesewettbewerb mit der Celler Stadtbibliothek zusammen.

Daniela Schultz aus der Zweigstelle am Lauensteinplatz erklärt: „Für Schulklassen gibt es bei uns ,Actionsbounds‘. Durch Fragen und Aufgaben erkunden die Schüler die Bibliothek mithilfe von iPads und das alles in eine passende Geschichte eingebettet.“

Auch an diesem Tag ließen es sich Daniela Schultz und Nicole Surburg aus der Stadtbücherei nicht nehmen, in der Jury des Lesewettbewerbs mit über den Lesesieger zu entscheiden.

Und so lösten die Schülerinnen und Schüler Isabella Klöpping, Melissa Klein, Zeljko Simonovic, Adelina Berisha und Amelie Müller das Rätsel um die alte Villa, begaben sich mit Gespensterjägern auf eine eisige Spur, gerieten in den Bann des Tornados, entdeckten zusammen mit Liesl & Mo den mächtigsten Zauber der Welt und mit Cornelia Funke ein Tintenherz.

„Ihr habt alle ganz toll vorgelesen“, äußert die pädagogische Mitarbeiterin Danuta Malarowska ganz begeistert. Alle Leserinnen und Leser hätten eigentlich den ersten Platz verdient. Aber Isabella Klöpping war am Ende doch die beste Leserin des Tages, verkündet die Jury.

In welcher Form der Stadt-Kreisentscheid im Februar ausgerichtet wird, entscheidet sich nach aktueller Lage.

Nach einem so tollen Vorlesewettbewerb, honoriert mit Urkunden und Buchgeschenken von der OBS und der Bibliothek für alle 10 Teilnehmer, gingen Schüler, Schul- und Bibliotheksmitarbeiter beschwingt weiter ihrer Arbeit nach.

Michael Schröder