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11.05.2021

JUGENDROMAN | Karen McManus: One of us is lying. 2018

Fünf Highschool-Schüler, die sonst nicht viel miteinander zu tun haben, müssen zusammen nachsitzen. Und das obwohl sie alle zu Unrecht bestraft wurden. So sitzen Bronwyn, die Jahrgangsbeste, der gutaussehende Baseball-Star Cooper, Addy, die Homecoming-Queen, Nate, der mit Drogen dealt und Simon, der Herausgeber einer eigenen Gossip-App, an diesem Nachmittag zusammen in einem Klassenzimmer fest.

Alle Fünf wollen das Nachsitzen einfach nur hinter sich bringen, doch dann bricht Simon zusammen und jegliche Hilfe kommt zu spät. Simon stirbt.

Doch anstatt dass Simons Tod als trauriges Unglück gehandhabt wird, rücken die anderen vier Jugendlichen plötzlich in den Mittelpunkt der Ermittlungen. Denn jeder von ihnen hatte ein Geheimnis, das ausgerechnet Simon kannte und in seiner App veröffentlichen wollte. Somit haben alle vier ein Motiv.

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven der beschuldigten Jugendlichen erzählt. So erfährt man nach und nach immer mehr über die einzelnen Charaktere, deren Leben und auch die jeweiligen Geheimnisse und deren Hintergründe werden offenbart. Die Leser erhalten einen Einblick, wie der Tod von Simon und die Ermittlungen sich auf das Leben der Jugendlichen auswirkt.

Nach dem plötzlichen Tod von Simon verliert die Geschichte etwas an Tempo. Durch den Perspektivenwechsel schafft es Karen McManus zwar, dem Leser/der Leserin die einzelnen Charaktere näher zu bringen und macht deutlich, dass sich ein Blick hinter die Fassade lohnt, trotzdem hat man zwischendurch das Gefühl, dass die Handlung nur schleppend vorangeht.

Die Auflösung und der Weg dahin sind aber gute Gründe, um das Buch zu empfehlen. Das Ende kommt dann doch anders, als man denkt ohne dabei gezwungen zu wirken.

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