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ROMAN | Brigitte Kanitz: Mord mit Schnucke: ein Heidekrimi. 2014

Kriminaloberkommissarin Hanna Petersen wird von Hamburg in die Provinz versetzt. Mühsam sucht sie sich den Weg nach Hasellöhne, den nicht mal ihr Navi „Hansdieter“ zu kennen scheint. Als sie schließlich dort eintrifft, muss sie feststellen, dass sie keinen leichten Stand in dem 761-Seelenkaff in der Lüneburger Heide haben wird. So stolpert sie gleich von einem Fettnäpfchen ins nächste. Der ganze Ort scheint sich gegen sie verschworen zu haben. Auch ihr neuer Kollege Fritz Westermann begegnet ihr verhalten. Hat er sich doch Hoffnung auf eine Beförderung gemacht.

Aber Hanna hat nicht viel Zeit, sich mit den Dorfbewohnern zu befassen, denn bereits 5 Tage nach ihrem Eintreffen geschieht ein Mord. Während einer Treibjagd wurde nicht nur der beste Schnuckenbock von Schäfer Harry Vierßen erlegt, nein, auch der Banker Heiner Hansen wurde erschossen. Hanna erkennt gleich, dass dies ein Mord war, aber warum versucht Richard Graf von Fallersleben diesen Fall als Jagdunfall abzustempeln? Und was hat es mit dem Wilderer auf sich, der schon seit geraumer Zeit sein Unwesen in den gräflichen Wäldern treibt? Und dann ist da auch noch der attraktive Dorfarzt, der etwas zu verbergen hat und bei dem Hanna weiche Knie bekommt.
Hanna und Fritz fangen an zu ermitteln und kommen dabei vielen Geheimnissen und Problemen auf die Spur, bei denen ihnen noch nicht einmal mehr der selbstgebrannte Wacholderschnaps von Hannas Vermieterin helfen kann.
Der unterhaltsame Regionalkrimi sprüht nur so von Komik und Ideen. Auch wenn die Handlung manchmal sehr konstruiert und vorhersehbar ist, gelingt es der Autorin Spannung zu erzeugen, wobei der Witz überwiegt. Keine blutrünstige Geschichte sondern gelungene Unterhaltung.

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