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ROMAN | Carrie Snyder: Die Frau, die allen davonrannte. 2016

Die Hauptperson in diesem Roman ist Aganetha Smart, eine Läuferin, die 1928 in Amsterdam bei der Olympiade die Goldmedaille im 800-Meter-Lauf gewinnt. In der damaligen Zeit sind Frauen bei den olympischen Spielen nicht gerne gesehen, weil man ihnen grandiose, körperliche Leistungen nicht zutraut.                                                                                                                                                               

Aganetha Smart stammt aus einer kanadischen Familie in Ontario. Ihr Vater hat aus erster Ehe acht Kinder, von denen nur eine Tochter ihn überlebt und ein stattliches Alter von 82 Jahren erreicht. Alle anderen Kinder sterben noch vor ihrem 30. Lebensjahr.                                                                            

Aganetha und ihre beiden Schwestern Olive und Cora stammen aus der zweiten Ehe des Vaters. Olive und Cora werden über 90 Jahre alt und Aganetha ist bereits 104 Jahre, als sie ihre Geschichte in der Ich-Form erzählt.                                                                                                                                                    

Eines Tages wird Aganetha von zwei jungen Leuten namens Max und Kaley aus dem Altenheim geholt und an den Ort ihrer Kindheit zurückgebracht. Kaley ist ebenfalls Läuferin und möchte einen Film über das Leben ihres großen Vorbilds Aganetha drehen. Erst nach und nach erfährt Aganetha, dass die beiden in einer verwandtschaftlichen Beziehung zu ihr stehen.                                                   

In Rückblenden erzählt Aganetha ihr Leben, von ihrer bedrückenden Kindheit, von ihrer Freundschaft mit ihrer Konkurrentin Glad, die ihr das Gefühl gibt, dass Aganetha ihr den Olympiasieg weggenommen hat, und die ihr später den Liebhaber ausspannt. Bei allen Problemen, die Aganetha hat, ist das Lauftraining das, was sie befriedigt  und was Stabilität in ihr Leben bringt.                         

Die Figur der Aganetha Smart ist fiktiv. Die weibliche Siegerin dieses Laufes war eine Deutsche namens Karoline Radtke-Batschauer. Nur eine Person in diesem Roman ist real: die Team-Managerin der kanadischen Frauen-Olympiamannschaft im Jahr 1928 Alexandrine Gibb. Die Autorin, die selber eine begeisterte Läuferin ist, schrieb diesen Roman, um die Leistungen von Miss Gibb und des kanadischen Leichtathletinnen-Teams zu würdigen.

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