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SACHBUCH | Karin Feuerstein-Praßer: Liselotte von der Pfalz: ein Leben am Hof Ludwigs XIV. 2016

Sie stammt aus einem relativ unbedeutenden Adelsgeschlecht, kann keine große Mitgift erwarten, ist bereits 27 Jahre alt und bezeichnet ihr Gesicht selbst als „Katzenaffengesicht“.

Schlechte Voraussetzungen für eine vorteilhafte Verheiratung, wenn man im 17. Jahrhundert lebt.

Allerdings wird der französische Hof auf sie aufmerksam, als eine Gemahlin für den Herzog von Orleans, den Bruder des Sonnenkönigs gesucht wird, der verwitwet ist.

Eine Wahlmöglichkeit hat sie nicht und der Wechsel von einer bodenständigen und sparsamen Hofhaltung in Heidelberg zum gekünstelten Versailles fällt ihr schwer. Die Ehe ist zwar keine Katastrophe aber auch keine Liebesheirat, wie das zur damaligen Zeit war. Ein Sohn und eine Tochter gehen aus der Verbindung hervor.

Ludwig der Vierzehnte empfindet seine neue Schwägerin als einen erfrischenden Gegensatz zur Hofgesellschaft, wenn diese Sympathie im Lauf der Jahre auch abkühlt.

Ohne die Briefe, die Liselotte in den 50 Lebensjahren am Hof von Versailles regelmäßig und zahlreich an ihre Tante, die Kurfürstin von Hannover schickt, wäre sie bestimmt in Vergessenheit geraten. 

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