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LICHTART Celle: Das Licht in der Stadt

                               Die Stadt hat das öffentliche künstliche Licht erfunden. Seit den barocken Illuminationen des 18. Jahrhunderts und den ersten Versuchen der planvollen öffentlichen Straßenbeleuchtung dient es der Orientierung und Sicherheit und zugleich der Gestaltung und nächtlichen Atmosphäre in der Stadt.

Bisher wurde häufig zwischen dem „Muss-Licht“ und dem „Kann-Licht“ unterschieden, also der ausschließlich für Sicherheit sorgenden Beleuchtung und dem gestalterischen Licht, das sich bisher überwiegend auf Anstrahlungen beschränkte.

Die inzwischen weiter fortgeschrittene Lichttechnik lässt diese Grenze fließend werden, optische Ergänzungen für Leuchten lenken beispielweise Licht auf Straße und Gehweg und erhellen zugleich angrenzende Fassaden bis unter die Dachtraufe im gleichmäßigen Verlauf. Die heutigen Möglichkeiten der Lichtgestaltung eröffnen den Städten neue Chancen: Das künstliche Licht wird Bestandteil der Kultur des öffentlichen Raumes, es gehört zum urbanen Bewusstsein und wird ein Qualitätsfaktor für das urbane Leben.

 Idee: Eine Stadt wie Celle - mit Panorama und Portalen, mit Mittelpunkt und Flusslauf - ganz dem Bild der klassischen europäischen Siedlung entsprechend, entfaltet in der Dunkelheit eine eigene Wirklichkeit und bietet eine nächtliche Erzählung zwischen Tradition und Fortschritt, zwischen Realität und Imagination, zwischen Dauerhaftem und Temporärem.

So führt das Lichtkonzept für die Stadt Celle nicht zu einer Ansammlung von illuminierten Einzelobjekten sondern zu einem attraktiven Gesamtbild der Innenstadt mit einzelnen Höhepunkten. Eine nachhaltig angelegte Lichtkonzeption bietet gerade in den Zeiten des stärker gewordenen Wettbewerbs zwischen den Kommunen neue Möglichkeiten:


Die Stadt wird zur nächtlichen Bühne, Stadtbesuche werden in den Abend hinein verlängert,Touristen bleiben über Nacht. Das Licht wird Basis und Bestandteil weiterer Ideen im kulturellen Zusammenhang.