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05.08.2021

Kräftebündelung beim Glasfaserausbau
SVO und Deutsche Glasfaser engagieren sich gemeinsam für Celle

Um das Stadtgebiet noch zügiger mit schnellem Glasfaser-Internet zu erschließen, starten der Netzbetreiber Deutsche Glasfaser und der lokale Anbieter SVO parallele Glasfaserprojekte in unterschiedlichen Ortsteilen der Stadt.

CELLE. Erst kürzlich konnte Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge eine Kooperationsvereinbarung mit der Deutschen Glasfaser über den Ausbau des schnellen Internets via Glasfaser für ganz Celle schließen. Dr. Nigge: „Mit der Deutschen Glasfaser haben wir einen Partner gewonnen, der in einer Vielzahl anderer Kommunen seine Erfahrungen und sein Können unter Beweis gestellt hat. Die Perspektive, für das ganze Stadtgebiet Celles einen schnellen Anschluss an das Internet zu erreichen, zeigt die Ausrichtung Celle als familien- und wirtschaftsfreundliche Stadt.“

Im Verlauf weiterer Gespräche hat sich gezeigt, dass die SVO-Gruppe in Boye, Klein Hehlen und Vorwerk bereits über eine bestehende Infrastruktur verfügt, die den Anschluss an das schnelle Internet vereinfacht. Zum Teil wurden im Zuge von Sanierungen anderer Leitungen z.B. bereits Hausanschlüsse vorbereitet. Das gab Anlass zu konstruktiven Gesprächen beider Unternehmen. Dabei hat sich die Deutsche Glasfaser entschieden, unter Gesichtspunkten der Wirtschaftlichkeit und der Nachhaltigkeit, in diesen Ortsteilen keine eigene und damit zusätzliche Infrastruktur aufzubauen.

„Die freiwerdenden Kräfte können damit für den Ausbau der anderen Ortsteile gebündelt werden.“, so Stephan Klaus, Bereichsleiter Kommunale Kooperationen bei der Deutschen Glasfaser.

OB Dr. Nigge ergänzt: „Ich begrüße es, dass sich zwei Unternehmen im Sinne der gesamten Stadt gegenseitig für den gesellschaftlichen Nutzen ergänzen. Das ist besonders positiv hervorzuheben!“

In der ersten Phase des Ausbauprojekts wird sich die Deutsche Glasfaser auf die Ortsteile Altencelle, Altenhagen, Burg, Groß Hehlen, Lachtehausen, Neustadt/Heese-Süd, Osterloh, die südliche Blumlage und Westercelle konzentrieren. Weitere Ortslagen folgen in den nächsten Phasen des Projektes. Darüber hinaus verhandeln die SVO und Deutsche Glasfaser darüber, sich nach dem Bau der Infrastruktur wechselseitigen Zugang zu ihren Netzen einzuräumen, so dass allen Bürgerinnen und Bürgern in Celle perspektivisch die Angebote beider Anbieter zur Verfügung stehen könnten.

Das Glasfaserprojekt in Celle nimmt damit volle Fahrt auf – sowohl die Deutsche Glasfaser als auch die SVO beginnen mit ihrer Vorvermarktung schon im Laufe dieses Monats. Die Deutsche Glasfaser spricht in ihrer ersten Projektphase etwa 10.000 Haushalte an. Die drei von der SVO anvisierten Ortsteile umfassen insgesamt etwa 4.500 Haushalte. Entscheidend ist nun, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in den Ortsteilen bereits in der Vorvermarktung für einen Anschluss an das schnelle Internet entscheiden. Nur, wenn ausreichend Interesse vorhanden ist, kann ein Ausbau durchgeführt werden.

Oberbürgermeister Dr. Nigge unterstreicht: „Die Telekommunikationsinfrastruktur basierend auf Glasfaser bis ins Haus oder ins Unternehmen ist das Fundament der digitalen Zukunft. Uns ist in erster Linie wichtig, dass wir möglichst schnell und flächendeckend die Bürgerinnen und Bürger in Celle an das Netz der Zukunft anschließen können. Daher begrüßen wir das kurzfristig startende Engagement beider Unternehmen zur Beschleunigung des Ausbaus. Nun sind die Menschen in unserer Stadt am Zuge, ihr Interesse aktiv zu bekunden.“

Stephan Klaus, Bereichsleiter Kommunale Kooperationen von Deutsche Glasfaser zum Projekt: „Die Deutsche Glasfaser hat noch viel vor in der Stadt Celle – unsere Ziele sind gesetzt. Wir überbauen grundsätzlich keine vorhandenen Glasfasernetze, weil es sowohl betriebs- als auch volkswirtschaftlich unsinnig ist. Daher konzentrieren wir uns auf die Stadtgebiete, die noch keine zukunftsfähige Infrastruktur haben. Die Kolleginnen und Kollegen im Projekt sind bereits in den Startlöchern und wir freuen uns, dass die Nachfragebündelung in Celle in Kürze startet. Dann liegt es an den Bürgerinnen und Bürgern: Wir brauchen 40 Prozent an Vertragsabschlüssen, um das Netz eigenwirtschaftlich und ohne Kosten für Kunden und Kommune ausbauen zu können“.

Holger Schwenke, Geschäftsführer der SVO unterstreicht: "Die SVO-Gruppe begrüßt es, dass die Stadt Celle sich fit für die Zukunft macht. Als modernes Unternehmen aus der Region stehen wir bei diesem Vorhaben als verlässlicher Partner zur Seite. Wir haben im Glasfaser-Ausbau in der Region fundierte Erfahrung und verfügen im Celler Stadtgebiet über eine vorhandene Infrastruktur. Daher werden wir uns in Boye, Vorwerk und Klein Hehlen jetzt auch weiter um den kompletten Glasfaser-Ausbau kümmern. Damit wir aber loslegen können, brauchen wir den entsprechenden Zuspruch der Menschen in den Ortsteilen. Mit unserem Ausbauprojekt wollen auch wir einen weiteren Beitrag zur Entwicklung in der Stadt Celle leisten."

Quelle: Pressestelle