16.06.2005 - 4 Ausländeranteil in Kindertagesstätten und Schul...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Sitzung:
-
Sitzung des Schulausschusses
- Zusätze:
- Unterschrift/Titel : (Gonell)Unterschrift/Titel 2: 1. Stadtrat
- Gremium:
- Schulausschuss
- Datum:
- Do., 16.06.2005
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 17:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 40 Schulen
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Die Ausschussmitglieder diskutieren über die Vorlage der Verwaltung und den Beschlussvorschlag und bitten die anwesenden Schulleiter und die Schulleiterin Nachfragen zu beantworten.
Die SPD-Fraktion erläutert Ihren Antrag dahingehend, dass bei einem Anteil von über 30 % die Integrationsbemühungen nicht greifen können. Die Kinder könnten so nicht ausreichend gefördert werden. Ob Fahrtkosten für die zu verteilenden Kinder erheblich wären, sei zu klären. An der Katholischen Grundschule würden die Kinder auch aus dem gesamten Stadtgebiet zur Schule gebracht.
Die CDU-Fraktion macht deutlich, dass die Kosten für den Schülertransport an der Katholischen Grundschule von den Eltern getragen werden.
Die Ausschussvorsitzende fragt nach, ob Eltern deutscher Kinder versuchen würden, die Schulen mit dem hohen Ausländeranteil zu meiden. Dies wird von den Schulleitern der Grund- und Hauptschule Altstadt und der Grund- und Hauptschule Neustadt bestätigt. Die Eltern würden versuchen über Ausnahmeanträge Ihre Kinder an einer anderen Schule unterzubringen und so die Schuleinzugsbereiche zu umgehen.
Die Schulleiterin der Grundschule Waldweg konnte dies nicht bestätigen.
Die SPD-Fraktion schlägt vor, den Beschlussvorschlag hinsichtlich der zu ergreifenden Maßnahmen zu ergänzen, wie z.B. Fortbildung der Kita-Mitarbeiterinnen im Bereich Sprachfrühförderung und der Entwicklung des Integrationsleitbild.
Die Verwaltung macht deutlich, dass der Antrag der SPD-Fraktion den Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund auf 30 % zu beschränken realitätsfern sei. Aus Sicht der Verwaltung sei man mit der Entwicklung des Leitbildes Integration auf einem guten Weg. Es handele sich um eine langjährige Aufgabe.
Die CDU-Fraktion macht deutlich, dass der Antrag der SPD-Fraktion keine neuen Erkenntnisse bringe. Die Begrenzung des Anteiles von Schülern mit Migrationshintergrund auf 30 % sei nicht umsetzbar.
Die Vertreterin der Lehrer äußert Ihr Unverständnis, dass den betroffenen Schulen nicht, wie im Hauptschulbereich, durch den Einsatz von Schulsozialarbeitern geholfen werde. Die Verwaltung macht deutlich, dass bereits vier halbe Sozialarbeiterstellen von der Stadt Celle finanziert werden, die den städtischen Haushalt jährlich mit rund 100.000 belasten. Derzeit müsse jede weitere Ausgabe über Kassenkredite finanziert werden.
Die FDP-Fraktion weist darauf hin, dass auch von den Migranten selbst Bemühungen erwartet werden sollten, den Integrationsprozess voranzubringen.
Die Schulleiter-/innen machen deutlich, dass es Sie grundsätzlich freue, dass der Schulausschuss die Probleme der betroffenen Schulen wahrnimmt. Aus Sicht der betroffenen Schulen wäre ein Einsatz von Sozialarbeitern auch für den Bereich der Grundschulen sowie weitere Förderungsmöglichkeiten (z.B. Hausaufgabenhilfe) wünschenswert.
Im Schulausschuss besteht Einigkeit, dass über das Thema regelmäßig beraten werden solle.
Beschluss:
Der Schulausschuss empfiehlt einstimmig wie folgt zu beschließen:
Der im Antrag vorgesehene Ausgleich des Ausländeranteils in Kita und Schule ist mit den beschriebenen Varianten nicht zu erzielen. Es wird daher vorgeschlagen, die bereits bestehenden Methoden und Instrumente zu einer Integrationsförderung innerhalb der Kinder-tagesstätten und Grundschulen noch besser zu verzahnen. Hier käme zum Beispiel eine gemeinsame Behandlung dieser Fragen im Rahmen des Arbeitskreises Kita und Grundschule in Betracht.
Anlagen zur Vorlage
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