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19.12.2019

Fachtag zum Thema Kinderschutz: Was tun bei Kindeswohlgefährdung?

CELLE.- Auf Initiative des Fachdienstes Jugendarbeit der Stadt Celle fand am vergangenen Freitag ein Fachtag zum Thema Kinderschutz in der Alten Exerzierhalle statt.
Sozialdezernentin Susanne McDowell hieß die rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer willkommen und wies in ihrem Grußwort auf die große Bedeutung des Kinderschutzes hin.

In der Praxis erleben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schulen, Kindertagesstätten und anderen pädagogischen Einrichtungen häufig, dass Kinder sich massiv auffällig oder gar problematisch verhalten. Welche Unterstützung oder Hilfe dann gefragt ist oder ob eventuell sogar ein Fall von Kindeswohlgefährdung vorliegt, ist für die Pädagogen oftmals schwer einzuschätzen.

Genau hier setzte der Fachtag an. „In diesen Fällen ist es unabdingbar, dass Pädagogen wissen, wie hier methodisch überlegt und gehandelt werden muss“, erklärte Prof. Dr. Christof Radewagen, Professor für Handlungstheorie und Methoden Sozialer Arbeit an der Hochschule Osnabrück. Ein zentrales Werkzeug im Kinderschutz seien so genannte Schutzpläne. Sie dienten dazu eine vorliegende Kindeswohlgefährdung anhand klar formulierter Sicherungspflichten und Aufgaben sowie konkret verabredeter Handlungsschritte abzuwenden. Dabei müssten die Eltern aktiv miteinbezogen werden, führte der Fachmann aus.

Nach der intensiven Vermittlung theoretische Grundlagen und dem Aufzeigen etlicher Praxisbeispiele, hatten die Teilnehmenden noch die Möglichkeit, in Kleingruppen Fragen und Statements zu erstellen, auf die Radewagen ausführlich einging.

„Ein sehr gelungener, erkenntnisreicher Tag zu einem Thema, das uns alle angeht,“ resümiert Julia Frenking vom Fachdienst Jugendarbeit der Stadt Celle und ergänzt: „Der Kinderschutz sollte jedem am Herzen liegen. Es ist wichtig, die richtigen Vorgehensweisen zu kennen, wenn Kinder in Gefahr sind.“

Quelle: Pressestelle