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18.03.2020

Allgemeinverfügung für Gaststätten, Hotels und Werkstätten für Behinderte

CELLE – Um die Verbreitung des Coronavirus bestmöglich einzudämmen, gelten die Beschränkungen von sozialen Kontakten im öffentlichen Leben seit gestern, 17. März, bis einschließlich Samstag, 18. April, auch für Übernachtungen, Gaststätten und Restaurant sowie zusätzlich für Werkstätten für behinderte Menschen, Tagesförderstätten für behinderte Menschen sowie vergleichbare Angebote der Eingliederungshilfe. Das geht aus der aktuellen Allgemeinverfügung des Landkreises Celle hervor.

Gaststätten und Restaurants

Für Restaurants, Speisegaststätten und Mensen gilt, dass sie nur geöffnet werden dürfen, wenn durch Auflagen sichergestellt ist, dass das Risiko einer Verbreitung des Corona-Virus, zum Beispiel durch Reglementierung der Besucherzahl und durch Hygienemaßnahmen und –hinweise minimiert wird.
Als Voraussetzung für die Öffnung müssen die Plätze für die Gäste so angeordnet sein, dass ein Abstand von mindestens zwei Metern zwischen den Tischen gewährleistet ist und die Gäste zueinander einen ausreichenden Abstand halten. Die Öffnungszeiten sind auf frühestens 6.00 Uhr und spätestens 18.00 Uhr beschränkt.

Hotels und andere Unterkünfte

Betreibern von Beherbergungsstätten und vergleichbaren Angeboten, Hotels, Campingplätzen, Wohnmobilstellplätzen sowie privaten und gewerblichen Vermietern von Ferienwohnungen, von Ferienzimmern, von Übernachtungs- und Schlafgelegenheiten und vergleichbaren Angeboten ist es untersagt, Personen zu touristischen Zwecken zu beherbergen.
Das gilt auch für Betreiber von Kureinrichtungen und präventiven Reha-Einrichtungen. Ausgenommen sind Anschlussheilbehandlungen im Sinne des SGB V.
Wer sich bereits privat auf Reisen befindet, hat möglichst bis Donnerstag, 19. März, spätestens aber bis Mittwoch, 25. März, die Rückreise anzutreten.

Werkstätten für behinderte Menschen

Werkstätten für behinderte Menschen, Tagesförderstätten für behinderte Menschen sowie vergleichbare ambulante und teilstationäre Angebote der Eingliederungshilfe dürfen von den dort beschäftigten und betreuten Menschen mit Behinderung nicht betreten werden. Dies gilt für Menschen mit Behinderung, die sie sich in einer betreuten Unterkunft (Wohnheim, besondere Wohnform) befinden oder bei Eltern oder Erziehungsberechtigten wohnen und betreut werden. Auch Personen, die alleine oder in einer Wohngruppe wohnen, sich selbst versorgen können oder Betreuung bekommen, sind vom Verbot betroffen.

Ausgenommen sind diejenigen Menschen mit Behinderung, die eine Tagesbetreuung benötigen und deren Betreuung anderweitig nicht gewährleistet ist. Für diese Personen wird eine Notbetreuung sichergestellt.

Darüber hinaus gilt das Verbot nicht für Betriebsbereiche von Werkstätten für behinderte Menschen, die im Zusammenhang mit medizinischen und pflegerelevanten Produkten, Leistungen und Unterstützungsarbeiten erbringen oder durchführen, hierzu zählen auch Wäschereien. Auch Betriebsbereiche, die der Versorgung mit Speisen in medizinischen und pflegerelevanten Einrichtungen dienen, sind von dem Verbot ausgenommen.

Quelle: Pressestelle