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10.06.2020

Für mehr Sicherheit und weniger wilden Müll:
Kommunaler Ordnungsdienst nimmt Arbeit auf

CELLE. – Den Cellern stinkt’s, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Allerorts dasselbe Bild: Containerstellplätze vermüllen, Hausmüll wird illegal auf Grünflächen oder an Bushaltestellen entsorgt. Hinzu kommt, dass es an einigen neuralgischen Punkten der Stadt zunehmend zu Konflikten mit alkoholisierten Personen – wie beispielsweise am „Village“ – oder pöbelnden Jugendlichen kommt. „Höchste Zeit etwas zu unternehmen“, ist Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge überzeugt.

„Da diese Zustände nicht länger hinnehmbar sind, soll ein kommunaler Ordnungsdienst diesen nun Einhalt gebieten“, macht er deutlich. „Wilder Müll, verdreckte Plätze oder Beleidigungen von Passanten mindern die Lebensqualität und führen zu einem latenten Unsicherheitsempfinden.“

Im kommunalen Ordnungsdienst sehen der Oberbürgermeister und der Rat der Stadt Celle ein probates Mittel, um durch öffentliche Präsenz und bußgeldpflichtige Ahndung von Vergehen den Gegentrend einzuleiten.

Anfang Juni haben fünf Mitarbeiter der Stadt nun ihren Dienst aufgenommen. Sie alle haben schon vorher bei der Stadt gearbeitet, wie im Bereich der Straßenreinigung, der Überwachung des ruhenden Verkehres und des Grünbetriebes. So bringen alle das entsprechende Rüstzeug mit, und kennen daher die für die Aufgabe wichtigen Problematiken oder Brennpunkte.

Nach einer ersten Einarbeitungszeit von vier Wochen werden die Außendienstmitarbeiter montags bis samstags, ab Mittag und bis in den frühen Abend hinein, vorrangig im Stadtgebiet nach dem Rechten sehen. Bei gezielten Hinweisen erstreckt sich der Einsatzbereich aber auf das gesamte Stadtgebiet einschließlich der Grünanlagen. Dazu wird in Kürze eine Bürgerhotline eingerichtet, unter der Hinweise entgegengenommen werden. Die Nummer wird rechtzeitig zum Start der Hotline bekanntgegeben.

Mithilfe des speziell geschulten Personals wird ein niedrigschwelliger Ansatz verfolgt: Präsens und gezielte Ansprache sollen wilden Müll reduzieren und Konflikte vermeiden helfen. Die vom Außendienst festgestellten Verstöße werden aufgenommen und in die Verwaltung gemeldet, damit entsprechend Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet werden können.

„Nach Ablauf eines Jahres ziehen wir Bilanz und schauen, in wieweit das Konzept greift“, sagt der Oberbürgermeister, „unser Ziel ist es vorrangig die illegale Müllentsorgung als Ordnungswidrigkeit zu verfolgen und so möglichst zu reduzieren.“

Quelle: Pressestelle