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Auskunft über Kriegskontaminationen

Im April 1945 wurde im Verlauf von zwei kurz hintereinander stattfindenden Bombardierungen der Personen- und der Güterbahnhof der Stadt Celle vollständig zerstört. Luftbildaufnahmen, welche kurz nach dem Angriff gemacht  wurden, zeigen deutlich das Ausmaß der Zerstörung.
 
Im Jahr 2009 wurde auf dem Grundstück der Firma ITAG ein Blindgänger bei Kampfmittelräumarbeiten entdeckt und anschließend fachgerecht entschärft. Obwohl es sich hierbei um einen bisher einmaligen Fund im Stadtgebiet von Celle handelt, zeigt sich doch daran, dass noch immer eine Gefahr von im Untergrund verborgenen Kampfmitteln ausgehen kann.

Im Auftrag der Stadt Celle wurde daher im Jahr 2011 eine Auswertung der vorhandenen Luftbildaufnahmen in Auftrag gegeben. Auf der Grundlage dieser Auswertung ist es nun möglich, im Rahmen von Baugenehmigungsverfahren eine Vorprüfung der örtlichen Gegebenheiten vorzunehmen.
 
Anhand dieser Vorprüfung weist die Bauaufsicht der Stadt Celle in Verdachtsfällen den Grundstückseigentümer nun an, eine Freigabe des Grundstückes beim Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) zu beantragen.
 
Kampfmittel verlieren im Laufe der Jahre nicht an Gefährlichkeit. Alter und Korrosionseinwirkungen können die Gefährlichkeit von Fundmunition sogar noch erheblich erhöhen. Darum ist Munition oder munitionsähnlichen Fundgegenständen mit besonderer Vorsicht zu begegnen. Sie sollten auf keinen Fall berührt oder untersucht werden.

Melden Sie Munitionsfunde umgehend der Polizei (110), dem Kampfmittelbeseitigungsdienst (Tel. 05 11 / 106 3000) oder der Feuerwehr (112).