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Kalandgasse

Ein Blick in die Kalandgasse eröffnet einen verträumten, romantischen Straßenzug.

Sie ist benannt nach der Kaland­brü­der­schaft, ei­nem mittelalterlichen, halb re­li­gi­ösen, halb welt­lichen Orden, der hier sein Ver­samm­lungshaus hatte. An seiner Stelle steht die alte Lateinschule. Die Gebäude wurden 1601-1603 mit reichem Schnitzwerk in Beschlagwerkornamentik im Gebälk und zahlreichen deutschen und lateinischen Bibelsprüchen in vergoldeten Schriftzeichen, die sich auf den Zweck der Häuser beziehen, erbaut. Die Kalandgasse mündet in die Stechbahn, den früheren Turnierplatz mit der 1530 erbauten Hofapotheke. In diesem Haus ist heute das Museums-Café zu finden. Vor dem Gebäude befindet sich ein Hufeisen im Pflaster. Es kennzeichnet die Stelle, an der 1471 Herzog Otto der Großmütige verunglückt sein soll.