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Oberflächengewässer

„Wasser ist keine übliche Handelsware, sondern ein ererbtes Gut, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss.“
Vorwort der Europäischen Richtlinie zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen im Bereich der Wasserpolitik (EU-WRRL)

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union verpflichten sich mit der EU-WRRL zum Schutz und zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Gewässern.
Zur Umsetzung dieser Vorgaben aus der EU-WRRL in das Bundesrecht dient das Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetz – WHG).

§ 1 WHG lautet:
„Zweck des WHG ist es, durch eine nachhaltige Gewässerbewirtschaftung die Gewässer als Bestandteil des Naturhaushalts, als Lebensgrundlage des Menschen, als Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie als nutzbares Gut zu schützen.“

Oberflächengewässer bzw. oberirdische Gewässer stellen eine Kategorie der Gewässer im Allgemeinen dar. Als oberirdische Gewässer bezeichnet man laut § 3 Abs. 1 WHG das ständig oder zeitweilig in Betten fließende oder stehende oder aus Quellen wild abfließende Wasser.
Hierzu gehören alle Flüsse, Bäche, Gräben (mit Ausnahme von Straßenseitengräben) sowie Teichanlagen und Biotopteiche.

Gemäß den im § 27 WHG genannten Bewirtschaftungszielen für oberirdische Gewässer sind diese so zu bewirtschaften, dass eine Verschlechterung des ökologischen und chemischen Zustands vermieden wird und ein guter ökologischer und chemischer Zustand erhalten oder erreicht werden. Bei künstlichen oder erheblich veränderten oberirdischen Gewässern gilt dies für das ökologische Potenzial.
Gemeint ist damit eine nachhaltige Bewirtschaftung der Gewässer mit dem Ziel, ihre Funktions- und Leistungsfähigkeit als Bestandteil des Naturhaushalts und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu erhalten und zu verbessern, insbesondere durch Schutz vor nachteiligen Veränderungen von Gewässereigenschaften.

Die Regelungen des bundesweit geltenden WHG werden ergänzt durch die landesrechtlichen Regelungen im Gesetz zur Neuregelung des Niedersächsischen Wasserrechts (NWG).

Zuständig für die Umsetzung der rechtlichen Regelungen bzw. die Gewässeraufsicht für die Oberflächengewässer sind die jeweiligen Wasserbehörden.
Für die im Stadtgebiet befindlichen Oberflächengewässer nimmt diese Aufgaben die Untere Wasserbehörde der Stadt Celle wahr. Einzige Ausnahme ist die Aller ab Rathsmühle, da sie dort Bundeswasserstraße ist.
Für Maßnahmen oder Fragestellungen, die die Oberflächengewässer betreffen, ist rechtzeitig Kontakt mit der Unteren Wasserbehörde aufzunehmen.

Beispiele:

Interner Link: Anlage im und am Gewässer

Anlagen in, an, über und unter oberirdischen Gewässern »

Anlagen in, an, über und unter oberirdischen Gewässern sind gemäß § 36 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) so zu errichten, zu unterhalten und zu betreiben, dass für die ... weiterlesen

Interner Link: Gewässerausbau

Gewässerausbau »

Ein Gewässerausbau ist gemäß § 67 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) die Herstellung, die Beseitigung und die wesentliche Umgestaltung eines Gewässers oder seiner Ufer.
Eine ... weiterlesen

Interner Link: Gewässerrandstreifen

Gewässerrandstreifen »

Gewässerrandstreifen dienen der Erhaltung und Verbesserung der ökologischen Funktion oberirdischer Gewässer, der Sicherung des Wasserabflusses sowie der Verminderung von Stoffeinträgen aus ... weiterlesen

Interner Link: Gewässerunterhaltung

Gewässerunterhaltung »

Die Gewässerunterhaltung eines oberirdischen Gewässers umfasst seine Pflege und Entwicklung als öffentlich-rechtliche Verpflichtung.
Die Gewässerunterhaltung muss sich sowohl an den Bewirtschaftungsgrundsätzen der Wasserrahmenrichtlinie ... weiterlesen

Interner Link: Teichanlagen

Herstellung von Teichanlagen »

Die Herstellung von Teichanlagen ist eine besondere Form des Gewässerausbaus und somit genehmigungspflichtig. Es gelten die gleichen genehmigungsrechtlichen Anforderungen wie für die ... weiterlesen