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Steuererleichterungen und Zuschüsse

Steuererleichterungen

Nach Abschluss der genehmigten Arbeiten können Sie bei uns eine Steuerbescheinigung beantragen. Grundsätzlich kann für Maßnahmen, die nach Art und Umfang erforderlich sind, um ein Gebäude als Baudenkmal zu erhalten, eine erhöhte steuerliche Abschreibung in Anspruch genommen werden. Rechtsgrundlage sind die §§ 7i, 10f, 11b Einkommensteuergesetz (EStG).
Den erforderlichen „Antrag auf Ausstellung einer Steuerbescheinigung“ erhalten Sie bei der Denkmalbehörde der Stadt Celle. Wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, füllen Sie den Antrag aus und senden uns diesen mit den Originalrechnungen zu. Nach Prüfung erhalten Sie dann von uns die gewünschte Steuerbescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt. Steuerbescheinigungen sind gebührenpflichtig.

Im Rahmen der vorherigen Abstimmungen und des Genehmigungsvorgangs muss auch bereits die Frage der steuerlichen Bescheinigungsfähigkeit der geplanten Maßnahmen geklärt werden. Eine nachträgliche Abstimmung dieser Frage ist rechtlich nicht möglich und kann dazu führen, dass für Kostenaufwändungen (auch denkmalgerechte Arbeiten) keine Steuerbescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt ausgestellt werden kann.
Weitere Informationen zum Thema „Steuererleichterungen für Baudenkmale“ können Sie einer allgemeinen Information aus dem Kursbuch Denkmalschutz entnehmen. Dort finden Sie neben den Hinweisen zur Sonderabschreibung im Rahmen der Einkommensteuer auch Hinweise zu Vergünstigungen bei der Vermögenssteuer, Erbschafts- und Schenkungssteuer und zum Erlaß der Grundsteuer. Zu den Besonderheiten des Erlasses der Grundsteuer beachten Sie den Leitfaden der Interessengemeinschaft Bauernhaus (www.igbauernhaus.de).
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Fachinformation für Steuerberater.

Zuschüsse

Im Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz (NDSchG) hat sich das Land Niedersachsen dazu verpflichtet, zu den Kosten der Erhaltung und Instandsetzung von Kulturdenkmalen beizutragen, aber diese Selbstverpflichtung gleichzeitig eingeschränkt mit dem Zusatz „(…) nach Maßgabe der im Haushaltsplan bereitgestellten Mittel“.
Leider reichen die zur Verfügung stehenden Landesmittel bei weitem nicht aus, um der Vielzahl der Kulturdenkmale in Niedersachsen zugute zu kommen. Die Landesmittel werden vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) zugeteilt für besonders bedeutende Kulturdenkmale und für im Sinne der Denkmalpflege besonders vorbildliche Maßnahmen. Anträge werden – zusammen mit einem Maßnahmenkonzept mit Kosten und
Zeitplan – über die städtische Denkmalbehörde an das NLD gerichtet. Zu beachten ist, dass der Maßnahmenbeginn nicht vor der Mittelbewilligung liegen darf. Städtische Zuschussmittel für die Erhaltung und Instandsetzung der Kulturdenkmale in Celle sind leider nicht vorhanden.
Seit Ende 2010 ist die Celler Altstadt ein förmlich festgelegtes Sanierungsgebiet, in dem Fördermittel aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ für bestimmte private Baumaßnahmen vergeben werden können. Die Umgrenzung des Fördergebietes, die Förderrichtlinie und weitere Informationen erfahren Sie auf der Internetseite der städtischen Sanierungsstelle.