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Elsbeth Kayser – Am Heiligen Kreuz 8

Elsbeth Kaiser kam am 22. Januar 1870 in Celle zur Welt. Über ihr Leben in Celle ist wenig bekannt, wohl aber über ihre Herkunft: Ihr Vater war der Postmeister Melchior Stern, ihre Mutter Laura eine Tochter des in Celle sehr angesehenen Sanitätsrates Dr. Philipp Simon Dawosky. Mütterlicherseits war sie auch mit einer der ältesten jüdischen Familien Celles, der des Hofagenten Gans, verwandt. Elsbeth und ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Bernhard wurden früh Waisen: Die Eltern starben 1875 bzw. 1876.

Elsbeth Stern heiratete nach Berlin. Mit ihrem in Celle lebenden Onkel, dem Oberpostsekretär Iwan Dawosky (für dessen Ehefrau Lydia ein Stolperstein Breite Straße 19 verlegt wurde) hatte sie regelmäßig Briefkontakt, auch besuchte sie regelmäßig ihre Heimatstadt. Der letzte erhaltene Brief von Iwan Dawosky an seine Nichte stammt vom April 1941.

Elsbeth Kayser wurde am 28. August 1942 mit weiteren 99 Personen nach Theresienstadt deportiert. Nach einem knappen halben Jahr im Lager starb sie am 15. Februar 1943, wenige Tag nach ihrem 73. Geburtstag.