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Georg Wilhelm

Herzog von Braunschweig - Lüneburg

* 1624
† 1705

Barockfürst und letzter Herzog von Lüneburg. Er orientierte sich stark an italienischen und französischen Vorbildern.

Unter Georg Wilhelm, der das Schloss zu einer barocken Residenz umgestalten ließ, erlebte Celle eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte. Im Gefolge seiner Gemahlin, der französischen Hugenottin Eleonore d'Olbreuse, bereicherten viele ihrer verfolgten Glaubensgenossen das Celler Hof- und Stadtleben. Doch leitete Georg Wilhelm zugleich das Ende Celles als Residenzstadt ein.

Durch den "Brauttausch" mit seinem Bruder Ernst August, dem späteren Kurfürsten von Hannover, hatte er nicht nur diesem seine Verlobte Sophie von der Pfalz abgetreten, sondern zudem auch für seine Nachkommen auf die Erbfolge verzichtet. So wurden nach seinem Tod 1705 die Fürstentümer Lüneburg und Calenberg vereinigt und die Residenz in Celle aufgelöst.

Der italienische Barockkünstler Giovanni Battista Tornielli stattete sowohl das Celler Schloss als auch die Stadtkirche mit kostbaren Stuckarbeiten im Stil des italienischen Hochbarocks aus.