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Kläranlage

[5] Denitrifikation

Denitrifikation Nach der mechanischen Abwas­ser­reinigung, die neben der eigent­li­chen Entschlammung des Abwas­sers auch eine Verminderung der Abwasserverschmutzung hin­sicht­lich des BSB5 und CSB bewirkt, folgt die biologische Abwasserreinigung. Hier wird außer der bisher üblichen Kohlenstoffreinigung auch eine weitgehende Oxidation der Stick­stoffverbindungen (Nitrifikation) und eine teil­weise Entfernung des dabei gebildeten Nitrates (Deni­tri­fikation) durchgeführt. Der Ablauf aus dem Vorklär­be­cken fließt zunächst in eine so genannte anaerobe Schlamm­kontaktstufe mit einem Nutzinhalt von 1000 m³, in die auch der Rücklaufschlamm aus den Nach­klär­becken eingeleitet wird. Der Inhalt dieses Beckens darf nicht belüftet, sondern nur umgewälzt werden. Hier wird eine Verbesserung des Schlammindexes und damit der Absetzeigenschaften des Belebtschlammes angestrebt.

Das Gemisch aus Abwasser und Belebtschlamm tritt anschließend in das anoxische Denitri­fikationsbecken mit einem Nutzinhalt von 1.700 m³ ein. Zur Steigerung des Wirkungsgrades der Denitrifikation wird hier zusätzlich noch nitrathaltiges Rücklaufwasser aus den Nitrifi­ka­tions­becken (Belebungsbecken) eingespeist. Analog zur Schlammkontaktstufe wird hier mit Hilfe von Unterwasserrührwerken das Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch nur umgewälzt. Aufgrund der Abwasserzusammensetzung und des Denitrifikationsvolumenanteils am Ge­samt-Belebungsbeckenvolumen wird ein Denitrifikationswirkungsgrad von rd. 65% erwartet.
In den Wintermonaten kann das Denitrifikationsbecken mit Belüfterwalzen auch mit als Nitri­fikation genutzt werden.

Nun geht es weiter zu den Belebungsbecken.

Skizze