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Stadtgründungsurkunde von Celle (1292)

In deme namen des Heren Amen. Wy Otto van godesgnaden Hertoge to Brunswig vnd to luneborg Alle den jennen, den desset nascreuen jegenwardich to erkennende kümpt, heyl in deme, de aller dinck de ware heyll iss. Updat de ding, dede an der tyd worden gedan, nicht vorvallen mit der tyd, so plecht men se mit betuchnisse der breue ewigen to bevestende. Hirumb so bekennen alle, de nu jegenwardigen esste tokomende sin, dat wy mit vnsem wolbedachten Rade vnd vnsen getruwen vorsichtigen, vryen mode gheuen vnsen borgeren, de dar inghan vnse nyge wickbelde to Tzelle, de dat buwen vnd darsulues wohnhafftigen sitten willen, v ullenkomen vrgheid teyn jar van aller rechten plicht. Vortmer so vorlate wy den suluen vnsen borgeren alle Schuld der swyne vnd tyns des Erdbodemes, dar se upp buwen, alse wy den in vnsem olden Wigbelde tzelle gehat hebben, dat sy in Schillingen iffte in penningen, in honern iffte in eynem ymgen scherue, to ewigen tyden. Darto so beghifftige wy vnse vorbenomeden Borgere mit aller weyde, de deme vorben wigbelde to belegen sin, ore schapp, koyg vnd Swine darinne laten tohodende, sunder de weyde vnd maste der Swine, de se schullen hebben in den steden dar se se gehatt hebben by der tyd vnses vaders guder dechtnisse. Ock so gheue wy den vorbenomeden van sunderliker gnade wegenn vnse hold, geheten de O mit aller bruckhaftigen frucht, nemeliken in weyde und maste der Swyne, vthgenomen affhauwend des nutsamen holtes, dat frucht dragen mach, dat wy uns sunderlikes darane beholden willen. Ock dat land vnd Ertbodem schullet se hebben vnd beholden in gantzer vrigheyd to alle orer nuth vnd frommen, alse se dat in vnseme Olden Dorppe to Tzelle gehat hadden. Jodoch up dat neyn twidracht, weddersprake effte twiuell manck uns effte vnsen vorbenomden Borgern hirna in tokomeder tyd vpsta effte werden mochte, jegin ore recht, so wille wy vnd gheuen densuluen to brukende des Rechtes, des sick unse Borgere vnd de gantze meynheyd der Stad tu luneborg brukende iss. Dortmer so sette wy vnd bestedigen, dat alle dejenne, de van der heyde effte van anderen wonhafftigen stedden, wo de lude van tobehoringen sint, in unseme nyen wykbelde tzelle to wonende komen, iss id dat se darane besitten jar vnd dag sunder anclage vnd nicht geeschet worden, denn so schullen se na dem vorgangen Jahre vnd dazu vryg wesen vnd bliuen, ane vnd behaluen Schott vnd schulde schullen se geuen, als andere vnse Borgere plegen to donde, vthbenomed wylkens Hoff van Stade, den wy vrng hebben willen sunder Schott vnd Schulde. To der betuchnisse in aller wise als vorgescreuen iss, hebbe wy bevestet dessen breff mit vnseme Ingesegel. Geuen na godesbort dusent Jar twe hundert, darna in dem twe vnd negentigesten Jahre in dem hilligen dage to pinxten."