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Forschung

Von Anbeginn wurde die Arbeit des Residenzmuseums auf eine möglichst breite wissenschaftliche Basis gestellt. Das 7. Symposium der Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, das im Jahr 2000 bereits im Celler Schloss stattgefunden hatte und auf dem die Celler Residenz als das bedeutendste unter den erhaltenen Welfenschlössern und in seiner Bedeutung für die europäische Schlösserkultur herausgestellt wurde, wurde Ausgangspunkt einer steten Auseinandersetzung mit den Arbeiten der Residenzenforschung, die den wissenschaftlichen Bezugsrahmen des Museums darstellen. Prof. Dr. Werner Paravicini als Vorsitzender der Residenzen-Komission (und damaliger Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Paris) nahm auf Wunsch in Einzelfragen beratend Stellung. In der Folge entstand daraus die Kooperation des Residenzmuseums mit dem Rudolstädter Arbeitskreis zur Residenzkultur, die 2007 in eine Tagung im Celler Schloss mit dem Titel „Hof und Medien im Spannungsfeld von dynastischer Tradition und politischerInnovation zwischen 1648 und 1714. Celle und die Residenzen im Heiligen Römischen Reich deutscher Nationen“ mündete.

Das Residenzmuseum ist seit 2008 Mitglied des Arbeitskreises.

Neben der sukzessiven wissenschaftlichen Erschließung des Sammlungsbestandes (die in der Regel in Abstimmung mit Sonderausstellungthemen verläuft) gibt es zwei Sonderforschungsbereiche:

  • Rekonstruktion des bauhistorischen Zustandes sowie des Inventars des Celler Schlosses zur Regierungszeit Herzog Georg Wilhelms (1665-1705), Recherche möglicherweise noch erhaltener Objekte (Mobiliar, Inventar, Bibliothek) mit dem langfristigen Ziel der Rückführung.
  • Aufbauend auf dem Rückerwerb dreier bedeutender historischer Huldigungspokale aus dem Besitz Herzog Georg Wilhelms durch das Land Niedersachsen soll ein weiterer Schwerpunkt auf die Erforschung des barocken Huldigungs- und Tafelzeremoniells im Kontext fürstlicher Selbstinszenierung gelegt werden.