Seiteninhalt

Abenteuer Archiv

Sehr gerne würden wir Sie nach langer Zeit wieder einmal in die Eberhardt Schlotter Stiftung zu einem Abenteuer im Archiv einladen. Sie erinnern sich, dass die Besucherinnen und Besucher in der Veranstaltungsreihe Abenteuer Archiv im Depot der Stiftung Bilder aus dem Werk des Malers Eberhard Schlotter entdecken konnten. Jedes Abenteuer stand dabei unter einem anderen spannenden Motto.

Sobald es uns die Corona – Regeln erlauben, werden wir diese beliebten Veranstaltungen wieder aufnehmen und Sie an dieser Stelle und unter www.bomann-museum.de aktuell über die neuen Termine unterrichten.

Bis dahin bleiben sie gesund und voller Vorfreude auf neue Kunstabenteuer.

BILDER AUF HOLZ

Der Malgrund ist neben den verwendeten Malmitteln ein entscheidendes Element für die Gesamtwirkung des Gemäldes. Neben der Malerei auf Wänden (z.B. Höhlenmalerei oder die Fresken der Sixtinischen Kapelle) bemalten Künstler gerne auch Keramik (z.B. antike Vasenmalerei), Glas, Elfenbein, Papier, Stoff oder eben Holz. Gemälde auf Holz nennt man auch Tafelbilder.

Als Tafelbild/-malerei wird  jede Art von Malerei auf Holz, auch wenn sie rein dekorativ z.B. als Türfüllung benutzt wird. Erst im 16. Jahrhundert, als durch die aufblühende Tuchmacherindustrie Leinwände als Malgrund verlockend preiswert wurden, setzte sich die Malerei auf Leinwand durch.

Vorbereitung der Tafel:

Das als Malgrund bestimmte Holz muss lange lagern, damit es ganz trocken ist. Bevor auf einem Brett gemalt werden kann, muss es präpariert werden: Alle Unebenheiten müssen abgeschliffen werden.  Eine Grundierung glättet zusätzlich die Oberfläche und verschließt die Poren des Holzes. Anschließend wird die Grundierung nochmals geschliffen, damit die Oberfläche wirklich eben ist.

Ein Kreidegrund trägt auch dazu bei, dass die aufgetragenen Farben besonders schön leuchten. Mit einer besonderen Technik, der Lasurmalerei, wird dieser Effekt verstärkt.

Malen in vielen Farbschichten:

Als Lasur oder Feinmalerei bezeichnet man einen langwierigen Malprozess, in dem mehrere transparente Farbschichten übereinander aufgetragen werden. Das Licht durchdringt die Farbschichten, bis es auf eine undurchdringliche Schicht stößt (z.B. eine Kreidegrundierung). Dabei mischen sich die Farben der einzelnen Schichten. Für die Herstellung eines solchen Gemäldes braucht der Maler viel Zeit und Geduld, denn jede Schicht muss vor dem Auftragen der nächsten erst trocknen. Allerdings machen zu viele Schichten das Bild sehr dunkel, da in jeder Schicht eine Komponente des Spektrums absorbiert wird und nur die Reflektion der obersten Schicht ungemischt gesehen werden kann. Die Oberfläche der Öllasurmalerei glänzt und spiegelt, besonders dann, wenn noch ein Firnis aufgetragen wird, um die Oberfläche zu schützen.

Konservatorische Herausforderungen:

Da das Holz mehr als Stoff arbeitet, müssen die Klimawerte im Depot besonders konstant sein. Zu trockene Luft kann zu Rissen im Holz, zu feuchte Luft zu Ausdehnung führen – beides kann die Malschicht schädigen. Eine Parkettierung (ein Gitter aus Holzleisten) auf der Rückwand von größeren Tafelbildern soll das Holz der Tafel „arbeiten“ lassen und Risse verhindern. 

[Text5]

nach oben