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Der Aufstieg des Hauses Braunschweig-Lüneburg im 17. Jahrhundert

Die Welfen bauten nach dem Dreißigjährigen Krieg beständig ihre Macht und ihren Einfluss aus. Sie unterhielten eine große Armee und pflegten eine aufwendige Hofhaltung. Vor allem Herzog Ernst August und seiner Frau Sophie ist der Aufstieg der Welfen zu einer der mächtigsten Dynastien Norddeutschlands und zuletzt Europas zu verdanken.

Während Ernst August sich energisch um die Erlangung der wichtigen Kurwürde bemühte, brachte Sophie aufgrund ihrer Abstammung die britische Königskrone an das Haus der Welfen.

Im Streben nach Machterweiterung mussten persönliche Interessen zurückstehen. So schloss Ernst August seine jüngeren Söhne von der Thronfolge aus, was zu einem dauerhaften Bruch führte.

1692 wurde Ernst August von Kaiser Leopold I. die neunte Kurwürde verliehen. Ernst August hatte dem Kaiser dafür große Summen gezahlt, Truppen gestellt und zugesichert, dass die Welfen immer einen Habsburger zum Kaiser wählen würden. Die allgemeine Anerkennung der Kurwürde durch die anderen Reichsfürsten erlebte Ernst August nicht mehr. Sie erfolgte erst 1708 unter seinem Sohn Georg Ludwig. Dieser bestieg 1714 als König Georg I. den britischen Thron.

Ernst August, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg

 

Sophie, Prinzessin von der Pfalz

Urkunde mit Goldbulle: Kaiser Leopold verleiht Herzog Ernst August die Kurwürde, Wien, 19. Dezember 1692

Kurhut (Replik)

Vogelschau auf den Großen Garten in Herrenhausen, um 1710

 

Georg I. König von Großbritannien, als Ritter des Hosenbandordens

 

Die Bestandteile der Ausstellung