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05.05.2022

Es wird laut ums »stille Örtchen« - Stadt plant zwei neue Toilettenanlagen

CELLE. Schlossplatz und Neue Straße – dort entstehen künftig Anlaufstationen für alle, die in der Innenstadt ein „dringendes Bedürfnis“ verspüren. Hier wird die Stadtverwaltung bis Jahresende zwei neue, moderne und barrierefreie öffentliche Toilettenanlagen einrichten. Es wird also ausnahmsweise einmal laut ums „stille Örtchen“, denn es wird gebaut! Damit können Cellerinnen und Celler sowie Gäste der Stadt künftig insgesamt 10 Standorte aufsuchen. Zur Erinnerung: Bis dato standen Toiletten auf dem Schützenplatz, am Kunstmuseum, im Badeland, im Alten und Neuen Rathaus sowie in den drei Parkhäusern zur Verfügung.

Standort Schlossplatz 1 A

Jetzt wurde sich die Verwaltung mit der Eigentümerin Celler Straßenbahn GmbH einig. Entsprechend mietet die Stadt deren Gebäude am Schlossplatz 1A, welches zwischenzeitlich unter anderem als Aufenthaltsraum für das Personal des Busunternehmens diente. Spätestens zum Weihnachtsgeschäft sollen hier bis zu sechs Toiletten – eine behindertengerecht sowie zusätzliche Urinale – zur Verfügung stehen. Auf den Außenanlagen soll zudem Platz für Fahrradgaragen geschaffen werden.

Standort Neue Straße

Und auch in der Neuen Straße 2 tut sich etwas. Unlängst unter anderem wegen mangelnder Barrierefreiheit aufgegeben, erwacht die Toilettenanlage alsbald aus dem Dornröschenschlaf. Dazu plant die Verwaltung eine Umnutzung des Gebäudes. Die sanitären Anlagen wandern vom Keller ins Erdgeschoss. Es entsteht ein Raum nach dem Konzept der sogenannten „Toilette für alle“, das heißt für Menschen mit schweren oder mehrfachen Behinderungen sowie drei Unisex-Kabinen - eine davon mit Urinal. Baubeginn ist für den Sommer geplant, so dass voraussichtlich im Dezember eröffnet werden kann.

„Damit sind wir in Celle künftig noch besser und zudem modern aufgestellt“, sagt Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge. Er weiß, dass die Residenzstadt sich ohnehin mit der Anzahl ihrer öffentlichen Sanitäranlagen im Vergleich zu ähnlich großen selbstständigen Städten in Niedersachsen nicht verstecken muss. Dort bewegen sich die Kapazitäten zwischen drei bis fünf öffentlichen Einrichtungen. „Gleichwohl wollten wir den immer wieder an uns adressierten Bedürfnissen noch weiter gerecht werden. Von daher haben unsere Teams aus Hochbau und Städtebauförderung eifrig geplant und ich bin mir sicher, dass sich die Ergebnisse werden sehen lassen können.“

Quelle: Pressestelle