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18.11.2022

Kleiner Plan - CD-Kaserne - HBG-Parkplatz: Stadt setzt auf Entsiegelung von Flächen

CELLE. Energieautarkie städtischer Gebäude, Energieeinsparungen an öffentlichen Gebäuden, klimaneutrale Baugebiete und jüngst ein geplanter Klimatag, kommunale Wärmeplanung und vieles, vieles mehr steht seit Langem auf der Agenda der Stadtverwaltung. „Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit stehen im Fokus unseres Handelns“, betont Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge. „Und wir haben in den letzten Jahren bereits viel erreicht. Diese Themen, nebst den dazugehörigen, vielfältigen Maßnahmen, sichern die Zukunft unserer Stadt und damit die der Menschen, die hier leben.“

Thema kein Neuland

Eine dieser Maßnahmen ist die Entsiegelung von Flächen. „Damit betritt die Verwaltung keineswegs Neuland“, betont Stadtbaurätin Elena Kuhls. „Bereits in der Vergangenheit haben wir dahingehend gehandelt, Flächen zu entsiegeln und zu begrünen.“ So geschehen unter anderem am Bahnhofsplatz, im Bereich Hohe Wende oder beim Ausbau von Kreisverkehrsplätzen wie in der Jägerstraße/Fuhsestraße. Kuhls: „Ein gutes Beispiel ist die aktuelle Sanierung der Kronestraße. Dort werden im Zuge der Fahrbahnerneuerung auch Baumstandorte entsiegelt. Aber wir wollen dieses Programm intensivieren und in die Zukunft denken.“

Hitzeinseln reduzieren – Biodiversität erhöhen

Auch fortan heißt es in Celle: Hitzeinseln reduzieren – Biodiversität erhöhen. „Hierzu haben wir ein Entsiegelungsprogramm für großräumig versiegelte Flächen im Stadtgebiet entwickelt. Durch das teilweise Entsiegeln von Straßenzügen und Parkplatzflächen sowie das Pflanzen zukunftsfähiger Bäume in die neugeschaffene blau-grüne Infrastruktur soll die Anzahl der vorhandenen, lokalen Hitzeinseln im Stadtgebiet reduziert, die Biodiversität erhöht, die Grundwasserbildung gestärkt sowie der Klimaschutz insgesamt verbessert werden“, zählt Kuhls auf.

Neue Standorte zur Begrünung

„Das Entsiegelungsprogramm soll aber nicht nur den Klima- und Umweltschutz in den Fokus nehmen, sondern gleichzeitig auch weitere Plätze in der Stadt mit Aufenthaltsqualität und vor allem unterschiedlichen Funktionen schaffen. So wie wir bereits viele Spielplätze, Sportparks und Stadtplätze saniert haben, wollen wir auch hier an die Menschen denken, so Nigge.

An folgenden Standorten soll gestartet werden: Parkplatz an der CD-Kaserne, Kleiner Plan und Parkplatz am Hermann-Billung-Gymnasium. Wesentliche Elemente der Projekte sind das Entsiegeln sowie Begrünen und Bepflanzen mit klimaresilienten Bäumen einhergehend mit einer Entwässerung nach dem Schwammstadtprinzip. Letzteres ist bekanntlich auch für den Ausbau der Breiten Straße vorgesehen. Die Stadtbaurätin wird konkreter: „Am Kleinen Plan lassen wir einen grünen Quartiersplatz entstehen.“ Ein neustrukturierter Fahrrad- und Fußgängerbereich, ein Areal mit Stauden, Gräsern und Gehölzpflanzungen, alles ergänzt um Sitzgelegenheiten, werden die Aufenthaltsqualität des Eingangs zur Altstadt zusätzlich verbessern.

Thema „Schule, Jugend und Familie“

„Aufenthaltsqualität ist auch ein gutes Stichwort für den HBG-Parkplatz“, so OB Nigge. „Da setzen wir das naheliegende Thema Schule, Jugend und Familie fort und können uns gut vorstellen, dort dauerhaft einen kleinen Stadtpark samt begrüntem Pump Track oder einem Spielplatz zu installieren, wo nicht nur nach Unterrichtsschluss viel Platz zur Bewegung im naturnahen Raum sein wird, sondern vor allem auch eine Aufenthaltsgelegenheit für Familien, Freunde und weitere Gruppen. Hier wollen wir aber alle Bürger mitnehmen und durch Um- und Abfragen Ideen sammeln und letztendlich umsetzen“, sagt Nigge abschließend.

Quelle: Pressestelle