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Für Bildung und Infrastruktur in Celle: Stadt investiert in Zukunft

CELLE. „Wir investieren auch unter sich zunehmend eintrübenden äußerlichen Rahmenbedingungen weiter nachhaltig in die Zukunft und Infrastruktur unserer Stadt“, sagt Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge. Anlass ist, dass am vergangenen Donnerstag der Haushalt der Stadt Celle von der designierten Kämmerin und derzeitigen Fachbereichsleiterin Nicole Mrotzek im Rat eingebracht wurde. Nun beginnen die politischen Beratungen. Der OB nutzt die Gelegenheit, um die sogenannten „Big Points“ im Bildungsbereich näher zu beleuchten.

„Unser Handeln der vergangenen Jahre ist davon geprägt, Celle als liebens- und lebenswerte Stadt zu präsentieren, in der sich junge Familien gerne ansiedeln, erinnert Nigge. Dazu gilt es für ihn, die nötige Infrastruktur vorzuhalten, aber auch weiterhin in Bereiche zu investieren, die langfristig und nachhaltig auf die Entwicklung der Stadt als Ganzes einzahlen. Und das schlägt sich auch im vorgeschlagenen Investitionsprogramm des Haushaltes nieder.

Zwei neue Schulen – eine große Sanierung

„Die Kleinen sind ganz groß im Kommen“, titelte die Verwaltung jüngst und leitete damit einmal mehr die Einrichtung von Kita-Plätzen, konkret 185 an der Zahl, ein. „Da werden wir nahtlos anknüpfen. Im Visier haben wir - und auch das ist nicht neu - unsere Grundschulen“, so Nigge. Neu sind dafür aber die Standorte, in welche in den kommenden Jahren investiert werden soll. Dazu nimmt der das Stichwort „Groß“ wieder auf. Denn Großes steht buchstäblich an den Standorten Waldweg und Garßen bevor. „Hier werden wir jeweils komplett neu bauen und das alles nach dem Cluster-Prinzip, das heißt weg von den reinen Flurschulen hin zum modernen Lernhauskonzepten“, verspricht Nigge. Los geht es jeweils mit den Vorplanungen in 2023 für die Maßnahmen der geplanten dreizügigen Schulen nebst Mensen. Für Garßen heißt das zudem: umziehen! „Das derzeitige Schulgrundstück platzt – wie man so schön sagt – aus allen Nähten.“ Deshalb wurde im Norden des Ortsteils, zwischen der B191 und dem Neubaugebiet Blaues Land, eine städtische Fläche zur Planung und Umsetzung gefunden. Für den OB eine optimale Lage: „Sie ist ideal für junge Familien, die sich dort ansiedeln und ihre Kinder künftig auf kurzen Wegen zur Schule schicken können.“

Fast ebenso groß ist das Vorhaben, wenn es um den stark in die Jahre gekommenen Standort der Grundschule Neustadt geht. Dazu der OB: „Der unter Denkmalschutz stehende Altbau wird gemäß seinen besonderen Bedürfnissen komplett saniert und zusätzlich ein Teilneubau errichtet. Eine Mensa gibt es obendrein.“ Projektstart ist im dritten Quartal 2023.

Frisches Essen in frischen Räumen

Zum Thema Essen nach dem Unterricht gibt es ebenfalls gute Neuigkeiten. In den Grundschulen Wietzenbruch, Altencelle und Vorwerk werden Mensen in neuen Räumen errichtet. An der Grundschule Hehlentor ist die aktuelle Mensa mit rund 150 Quadratmetern zu klein, um rund 300 Schülerinnen und Schüler zu versorgen. Demgemäß wird sie erweitert. Der Maßnahmenbeginn ist für das dritte Quartal 2023 geplant. Losgelegt wird zeitgleich auch an der Grundschule Groß Hehlen, wo eine komplett neue Mensa entsteht. Bislang wurde der Platzbedarf durch die Umnutzung allgemeiner Unterrichtsräume gedeckt. Aufgrund steigender Schülerzahlen macht der Neubau für einen Zwei-Schicht-Betrieb Sinn.

Schultoiletten weiter im Blick

„Und keine Sorge, wir verlieren auch die Sanierung unsere Schultoiletten nicht aus dem Blick“, betont der OB. „Schließlich sollen Schule Lernorte sein, an denen sich die Kinder rundum wohlfühlen, was bislang wahrlich nicht immer der Fall war und ist.“ Ebenso geht es mit dem Digitalpakt an Schulen in den kommenden Jahren weiter voran.

Insgesamt investiert die Stadt einen zweistelligen Millionenbetrag. „Das sollte es uns wert sein, um Bildung und die dazu gehörende Infrastruktur in Celle voranzubringen“, so der OB.

Vorangebracht werden auch die Spielplätze an den städtischen Tageseinrichtungen via Umbauten und Sanierungen und selbstverständlich geht es auch im Rahmen der Spielplatzoffensive weiter mit neuen, modernen Möglichkeiten zum Toben, Klettern und Buddeln.

Spielräume schaffen

„Beim Thema Infrastruktur sorgen wir darüber hinaus für einen stetigen Wandel im Stadtbild und das unter den Gesichtspunkten von Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit“, sagt der OB und verweist dabei nochmals auf die geplanten Entsiegelungsmaßnahmen rund um den Kleinen Plan, die CD-Kaserne und den HBG-Parkplatz. Dort soll es künftig mehr Grün, Möglichkeiten zum Verweilen und – wie beim HBG – wortwörtlich mehr „Spielraum“ für Jugend und Familie geben. „Noch mehr Spielraum verbirgt sich in unserem Investitionsprogramm unter dem Punkt allgemeine Sportpflege“, verrät Nigge. Konkret stehen dahinter unter anderem Maßnahmen wie der Neubau der Gerätehalle des MTV Eintracht Celle, eine Flutlichtanlage für den SC Vorwerk, die Erweiterung der Umkleiden für den ESV Fortuna um vier Container für drei neue Kabinen und nicht zuletzt die Einrichtung einer weiteren Outdoorfitnessanlage am Klein Hehlener Waldsee.

Energiesparen & Nachhaltigkeit

Für Nigge fängt das Thema Energiesparen und Nachhaltigkeit in den eigenen Reihen an. „Deswegen sind in unserer Investitionsliste auch die Erneuerung der Heizung des Neuen Rathauses, die Umrüstung des Verwaltungsgebäudes auf LED-Beleuchtung, die Installation einer Notstromersatzanlage sowie die energetische Sanierung der Fassade unserer Stadtbibliothek zu finden. Nicht zu vergessen, die energetische Sanierung des Badelandes unserer Tochtergesellschaft Stadtwerke.“

Weitere große Posten des Investitionsprogramms: die jüngst vom Rat beschlossene Radwegebrücke am Altenhäger Kirchweg, die Umgestaltung der Straße Markt in der Innenstadt sowie zwei weitere Maßnahmen am neuen Feuerwehrgerätehaus Westercelle sowie Fahrzeuge für die Freiwilligen Wehren in Bostel und Scheuen.

19.12.2022 
Quelle: Pressestelle