Buchstäblicher Höhepunkt im Quartier: Der Allertower nimmt Gestalt an
CELLE. Als Meilenstein für unsere Stadt oder besser noch, als buchstäblichen Höhepunkt, beschreibt Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge das, was gerade auf der Allerinsel im Entstehen ist. Die Rede ist vom Allertower. Einigen ist der Name sicher schon ein Begriff, spätestens seit die Politik seinerzeit den Rahmenplan für Celles jüngstes Stadtquartier beschlossen hat. Gemeint ist ein Hochhaus direkt am Hafen, das dem Areal eine ganz besondere Anmutung geben soll.
Geförderter Wohnraum für junge Leute
Dazu Nigge: „Der Allertower ist ein Erbe meiner Vorgänger, das ich gleichwohl umsetzen wollte. Doch haben wir dem Projekt eine neue Prämisse vorangestellt: Wie können wir junge Menschen für unsere Stadt begeistern? Mittlerweile müsste auch der Letzte verstanden haben, dass die Ansiedlung einer Uni reine Utopie ist. Aber das Projekt, welches wir jetzt mit der Wohncarée Allertower GmbH – Ein Unternehmen der Lindhorst-Gruppe umsetzen, nimmt gezielt junge Menschen in den Fokus. Hier entstehen 76 Ausbildungswohnungen, auch für Duale-Studenten, und damit auch 76 weitere geförderte Wohneinheiten in unserer Stadt. Dabei handelt es sich um attraktive Kleinstwohnungen im 1-Zimmer-Segment. Ein Wohnformat, dass in Celle in dieser Größenordnung bislang gefehlt hat. Ich freue mich, dass wir einen Investor gefunden haben, mit dem wir diese Bedürfnisse vollumfänglich erfüllen können. Nicht zuletzt wird damit das von der Verwaltung und mir gesteckte Ziel, nach jahrelanger Brache, 100 geförderte Wohneinheiten in Celle zu schaffen sogar weit überschritten. Die 100 haben wir mit dem Baubeginn am Nordwall bereits angekratzt. Jetzt kommen 76 weitere hinzu. Das soll uns in Celle erstmal jemand nachmachen.“
(Hoch-)Baustart im Juni
Und vor Ort ist auch schon etwas zu sehen, denn derzeit wird an der Pfahlgründung für das Fundament gearbeitet. Offizieller (Hoch-)Baustart ist für den Juni terminiert. Wenn alles plangemäß läuft, soll das 11-stöckige Gebäude mir rund 30 Metern Höhe im Frühjahr 2028 fertiggestellt sein. Es beherbergt künftig 8-klein-Wohngemeinschaften, 68 Einzelappartements sowie 14 klassische Mietwohnungen. Da es sich ausschließlich um geförderte Wohnungen handelt, bedarf es für die Anmietung eines Wohnberechtigungsscheins. Im Erdgeschoss wird die Möglichkeit für ein Bistro oder Café geschaffen. Hinzu kommen 24 Pkw- und 90 Fahrradstellplätze. Auch an Lademöglichkeiten für Elektromobilität ist gedacht.
Energieeffizient und nachhaltig
„Wie bei all´ unseren Neubauprojekten wird das Gebäude energieeffizient nach KfW-55-Standard errichtet“, ergänzt Stadtbaurätin Elena Kuhls. „Geheizt wird über das Nahwärmenetz der Stadtwerke. Eine Solaranlage auf dem begrünten Flachdach sorgt für grünen Strom. Auch an die Versickerung für Regenwasser ist vor Ort gedacht.“
Planung und Ausführung
Für Planung und Ausführung zeichnet, wie eingangs erwähnt, als Bauherr die Wohncarée Allertower GmbH – ein Unternehmen der Lindhorst Gruppe verantwortlich. Entwurfsverfasser ist das Architekturbüro plan- & bauwerk Winsen/Aller GmbH, Jan von Hörsten, Fachplaner sind Bergmann freiraum landschaft und als Generalunternehmer wirkt die Firma Olaf Joop Projektbau. „Ich freue mich, dass wir gerade in schwierigen Zeiten der Baubranche einen Investor gefunden haben, der dieses Projekt mit uns umsetzt und dazu beiträgt, die besonderen Bedarfe dieser Stadt zu erfüllen“, so der OB abschließend.
Quelle: Pressestelle