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Stadtarchiv

Was ist das Stadtarchiv?

Bürgermeiserschrank
Bürgermeiserschrank

Das Stadt­archiv ver­wahrt als äl­testes Dokument die Stadtgründungsurkunde von 1292. Das Inventar des Bürgermeisterschrankes aus dem Jahre 1570, das eine Auflistung „der brieffe und siegel und waß sonsten In der Bürgermeister schappe befunden“ enthält, ist das erste er­hal­tene Akten­verzeichnis. Heute ist das Stadt­archiv eine modern eingerichteter Fach­dienst der Ver­waltung und zugleich ein wissen­schaft­liches Institut, das der Er­for­schung der Stadtgeschichte dient. Seit 1990 ist das Archiv im ehemaligen Rathaus der Gemeinde Westercelle untergebracht. Das dort neu erbaute Aktenmagazin sichert das wertvolle Archivgut vor schädlichen Umwelteinflüssen.

Welche Aufgaben hat das Stadtarchiv?

Auf Grundlage des niedersächsischen Archivgesetzes übernimmt das Stadtarchiv innerhalb der Stadtverwaltung die archivwürdigen Akten und bereitet diese durch Erfassung und Ordnung für die Forschung auf. Hierdurch trägt das Archiv im Interesse der Verwaltung und aller Celler Bürger zur Wahrung der städtischen Rechte bei.
Gleichzeitig dient das Stadtarchiv als zentrales Dokumentations- und Informationszentrum für die Stadt und ihre Bürger und regt wissenschaftliche Beiträge zur Erforschung der Stadtgeschichte an. Durch die Herausgabe der Schriftenreihen „Celler Beiträge zur Landes- und Kulturgeschichte“ und "Kleine Schriften zur Celler Stadtgeschichte" leistet das Stadtarchiv einen Beitrag für die Verbreitung neuer Forschungsergebnisse.

Was findet man im Stadtarchiv?

Viele der im Stadtarchiv verwahrten Bestände haben an aktueller Bedeutung verloren und sind dadurch ein Teil der Stadtgeschichte geworden. Ihre Lebendigkeit und Aussagekraft haben sie jedoch nicht eingebüßt. Neben den 700 Urkunden und über 100 Stadtbüchern verwahrt das Stadtarchiv auch Akten vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Zu den Beständen zählen aber auch Nachlässe, Vereins- und Firmenarchive, mehrere tausend Karten, Pläne und Fotos aus Celle und Umgebung. Die Präsenzbibliothek mit 25000 Bänden ist eine Fundgrube für den historisch Interessierten. Neben Veröffentlichungen aus allen historischen Disziplinen enthält sie eine umfangreiche Sammlung von Celle-Drucken und Büchern zur Stadt- und Kreisgeschichte. Die im Stadtarchiv untergebrachte „Albrecht-Thaer-Bibliothek“ der Albrecht-Thaer-Gesellschaft besitzt die wichtigsten Werke der landwirtschaftlichen Fachliteratur aus dem Zeitraum von 1750 bis 1860. Medizinalrat Langerhans vermachte seine „Goethe-Bibliothek“ der Stadt Celle. Sie ist heute im Stadtarchiv Celle benutzbar. Seit einiger Zeit wird die Schulbibliothek des Gymnasiums Ernestinum, früher Lateinschule, im Stadtarchiv verwahrt. Zur Zeit werden die Bücher inventarisiert und stehen damit auch der Forschung zur Verfügung.
Die zeitgeschichtliche Sammlung umfasst außer Fotografien, Filmen, Tonträgern auch Plakate und verschiedenartige Druckerzeugnisse wie Theaterprogramme, Prospekte und Flugblätter und die Celler Tageszeitung.


Benutzerraum des Stadtarchivs
Benutzerraum des Stadtarchivs
© Stadt Celle


Im modernen Be­nutzersaal des Stadtarchivs stehen Ihnen sechs Arbeits­plätze, ein Ko­pier­ge­rät, ein Reader­printer, eine Repro­anlage sowie zwei Recherche PC’s zur Verfügung.

Was bietet das Stadtarchiv?

Neben der Benutzung des Archivs besteht für Schulklassen und andere Interessierte die Möglichkeit, "vor Ort" Unterrichtsveranstaltungen durchzuführen. Führungen durch die Archiv- und Magazinräume mit einer Einführung in die Archivkunde sind ein gern genutztes Angebot. Im Ausstellungsraum des Stadtarchivs werden in unregelmäßigen Abständen herausragende Archivalien und andere Dokumente gezeigt. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule und anderen Dozenten und dem Institut für Historische Regionalforschung veranstaltet das Stadtarchiv Kurse zu speziellen lokalgeschichtlichen Themen und unterstützt die Ausbildung der Stadtführer.
Im Stadtarchiv können auch Praktika im Rahmen von Schulausbildung oder Studium durchgeführt werden.
Das Stadtarchiv betreut auch die Synagoge, Im Kreise 24 und das Marienwerder­zim­mer im Alten Rathaus.