Hauptmenü
Inhalt
ALLRIS - Auszug

11.11.2009 - 3 Bahnübergang Hogrevestraße - Vortrag der Polize...

Reduzieren

Wortprotokoll

Zunächst trägt Herr Kroll von der Polizeiinspektion Celle vor. Die Situation am Bahnübergang Hogrevestraße wurde bei der Bahnverkehrsschau am 24.09.2009 überprüft. Anlass war hier ein Unfall im August dieses Jahres, bei dem eine Diesel-Lok mit einem Sattelzug zusammengestoßen war.

In einer ersten Maßnahme wurden bereits vor der Bahnschau die früheren schlechten Sichtverhältnisse verbessert, indem die Sichtdreiecke frei geschnitten wurden. Weiterhin wurde zwischenzeitlich ein STOP-Zeichen angeordnet und aufgestellt. Sowohl für den Bahn- als auch den Straßenverkehr galt hier bereits vor dem Unfall die Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h.

 

Weiterhin wurde festgestellt, dass auch die technische Sicherung durch Halbschranken und Signale erforderlich sei. Dieses soll unter Einbindung des Bahnüberganges Hehlenkamp Richtung WASA eingerichtet werden.

Die Kosten hierfür belaufen sich nach Aussage der Polizei auf ca. 350.000 €, von denen die Stadt Celle 1/3 zu tragen habe.

 

Am Bahnübergang auf der Kreisstraße im OT Hustedt gab es ebenfalls im August einen Verkehrsunfall, bei dem eine Person leicht verletzt wurde. Hier soll auf der L 240 ein Rotlicht vorgeschaltet werden, das das Räumen des Bahnübergangs ermöglicht, bevor dort das Haltesignal geschaltet wird.

Die Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 450.000 €. Die Stadt Celle wird an den Kosten nicht beteiligt, da sie nicht Träger der Straßenbaulast ist. Die Umsetzung soll bis 2011 erfolgt sein.

 

Die Verwaltung trägt zum Bahnübergang Hogrevestraße ergänzend vor, dass die dort gelagerten Berge von Mutterboden, die die Sicht ebenfalls beeinträchtigten, zwischenzeitlich entfernt worden seien. Die Erhebung der Unfallzahlen zeigt, dass hier keine besondere Häufung zu verzeichnen sei.

Das Hauptproblem sei hier die gefahrene Geschwindigkeit. Nach Messungen wurde eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 43 km/h ermittelt, erlaubt sind 10 km/h.

Das Verkehrsaufkommen hat an diesem Bahnübergang abgenommen und liegt nach Erhebungen weit unter den Werten, ab denen eine technische Sicherung notwendig sei.

 

Als Alternative prüfe die Verwaltung daher geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen. Auch die alternative Anbindung des Geländes im Rahmen der Erweiterung des Gewerbegebietes Altenhagen II werde geprüft und mit der zuständigen Landeseisenbahnaufsicht besprochen. Politische Entscheidungen hierzu sind zurzeit nicht erforderlich; die Verwaltung wird zu gegebener Zeit über den Fortgang des Verfahrens berichten.