04.11.2010 - 2 Einwohnerfragestunde nach § 17 der Geschäftsord...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Celle
- Gremium:
- Rat der Stadt Celle
- Datum:
- Do., 04.11.2010
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 18:05
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Ratsvorsitzender Wilhelms gibt bekannt, dass Herr Abenhausen eine Einwohnerfrage eingereicht habe und erläutert das Prozedere gemäß § 17 der Geschäftsordnung.
Die Einwohnerfrage von Herrn Abenhausen lautet wie folgt: Ist aus Sicht des Rates eine Reduzierung der jetzt vorhandenen Sichtachse Celler Schloss (Zöllnerstraße/ Stechbahn) möglich. Falls ja, was gedenkt der Rat dann diesbezüglich zu unternehmen? Falls nein, warum nicht?
Der Oberbürgermeister beantwortet die Frage wie folgt: Eine Reduzierung der Sichtblockade ist natürlich möglich. Die Frage stellt sich jedoch, ob diese richtig ist und insgesamt als denkmalverträglich bezeichnet werden kann. Dabei sind mehrere Gesichtspunkte zu beachten. Einerseits geht es um die Sicht auf das Schloss und vom Schloss auf das Bomann Museum. Diese in der Wichtigkeit in erster Priorität stehende störungsfreie Sichtbeziehung hat die Verwaltung in den zurückliegenden Jahren wieder hergestellt (Entfernung der Abpflanzung vor der Ostfassade des Schlosses und Umsetzung des Kriegerehrenmals verbunden mit der Wiederherstellung des Pleasure Grounds als freie ovale Rasenfläche). Die weiteren Sichtbeziehungen, die auch im Hennebo-Gutachten angesprochen werden, beziehen sich auf Blickachsen im Schlosspark selbst oder sind von deutlich weniger Wichtigkeit. Dazu gehören auch die Beziehungen in Richtung Stechbahn und von dieser zum Schloss. Hier ergibt sich auch ein Konflikt mit der Straße Schlossplatz: Die im Westen der Straße in Teilen noch vorhandene Lindenallee hat ebenfalls eine hohe historische und gestalterische Bedeutung und müsste eigentlich erhalten bleiben oder wieder hergestellt bzw. erneuert werden. Herr Professor Hennebo hat im Gutachten weniger die Bedeutung der Allee negativ beurteilt, seine Kritik bezog sich vielmehr auf den vegetativen Zustand der Bäume selbst und seine Empfehlung ging in Richtung Erneuerung der Allee durch Neupflanzung.
Am 23.11.2010 um 15.00 Uhr findet eine Führung durch den Schlosspark statt. Dabei werden die unterschiedlichsten Aspekte von der Gartengestaltung über den Denkmalschutz bis zum Natur- und Artenschutz angesprochen. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlichst eingeladen, an dieser Führung teilzunehmen. Der Treffpunkt ist an der Brücke über den Schlossgraben, von wo aus auch die Stadtführungen starten.
Ratsherr Schoeps erklärt für seine Fraktion, dass das Celler Schloss zu jeder Jahreszeit von der Stechbahn aus zu sehen seien müsse. Hierfür sei eine fachgerechte, gärtnerische Gestaltung der vorhandenen Bäume, keinesfalls eine Rodung/ Fällung erforderlich.
Ratsherr Brammer erläutert, dass seine Fraktion, eine Entfernung/ Fällung der Bäume ablehne.
Beigeordneter Gevers stellt heraus, dass Herr Abenhausen heute keine spontane Antwort auf die gestellte Frage erwarten könne. Der Rat wolle sich aber mit der Thematik befassen. Zunächst erfolge die Beratung im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen und Umwelt.
Beigeordneter Falkenhagen stellt heraus, dass zur Wiederherstellung der Sichtachse, die Fällung von 3 Bäumen erforderlich sei. Man müsse auch beachten, dass die Bäume nicht immer so groß gewesen seien.
Bürgermeister Zobel erklärt, dass die Einheit Schloss und Schlosspark seit Mitte des 19. Jahrhunderts bestehe und ein Gartendenkmal bilde. Er stellt heraus, dass die Fällung der Linden auf der Stechbahn überflüssig gewesen sei.
Auf Nachfrage von Ratsvorsitzenden Wilhelms erklärt Herr Abenhausen, dass er keine Zusatzfrage stellen wolle.
