15.09.2010 - 2 Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 0...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Datum:
- Mi., 15.09.2010
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 17:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Herr Bühring, Vertreter der AG Umwelt und Naturschutz, sowie Ratsfrau Langhans, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, haben zur Niederschrift noch einige Nachfragen und Ergänzungen. Nach lebhafter Diskussion im Ausschuss erhält der TOP 10.3 der Niederschrift folgende Neufassung (Änderungen kursiv):
Der Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Umwelt und Naturschutz und Naturschutzbeauftragte der Stadt Celle weist darauf hin, dass der Schloßpark als Lebensraum für gefährdete Arten angesehen werden muss .Hier besteht seit Jahren ein Fledermausbestand, der sehr streng geschützte Arten enthält. Diese bewohnen alte Bäume mit Höhlen, die als Winterquartier und auch für den Sommer als Quartier für die Jungenaufzucht dienen.
Er rügt, nicht eingebunden worden zu sein, welche Bäume gefällt werden bzw. unbedingt hätten stehenbleiben müssen. Nach § 44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz muss für beseitigte Fledermausquartiere Ersatz geschaffen werden. Seines Wissens ist auch die Untere Naturschutzbehörde im Vorfeld nicht zu Rate gezogen worden, obwohl die den Eingriff verursachende Behörde gesetzlich dazu verpflichtet ist.
Die Verwaltung erklärt, den Bestand der Fledermäuse zu kennen. Grundsätzlich wird versucht, die Fledermausbestände zu erhalten. Andererseits muss die Verwaltung ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen. Dies ergibt typischerweise hin und wieder Zielkonflikte. Um dem Naturschutz gerecht zu werden, hat die Verwaltung z.B. in einem Baum in der Krone Verankerungsseile eingebracht, um den Baum zu erhalten, da dieser ansonsten auseinander zu brechen droht und die Höhlen für Fledermäuse zerstört würden. Dies ist keine Ersatzmaßnahme für die gefällten Bäume. Ähnlich ist im Französischen Garten verfahren worden, wo innerhalb einer Baumgruppe abgestorbene Baumteile erhalten worden sind.
Der Vorsitzende plädiert dafür, die Problematik vor Ort anzusehen. Er bittet, diesen Termin in der Presse zu veröffentlichen, damit Bürger Gelegenheit haben, an dieser Exkursion teilzunehmen.
Dieser Vorschlag findet breite Zustimmung im Ausschuss.
Mit diesen Änderungen wird die Niederschrift einstimmig bei einer Enthaltung genehmigt.
