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ALLRIS - Auszug

13.10.2011 - 3 Erörterung der Verkehrssituation in Osterloh au...

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Wortprotokoll

Ortsbürgermeister Dr. Stumpf gibt einen kurzen Abriss, warum er den TOP auf die Tagesordnung gesetzt habe:

Am verlängerten Osterbruchweg befinde sich ein Rinderstall für einige hundert Rinder im Bau. Einige Bürger haben sich an Dr. Stumpf gewandt, weil vermehrt Baufahrzeuge durch Osterloh über den Osterbruchweg zur Baustelle fahren um dort ihre Baumaterialien abzuladen. Dabei nehmen sie einen Umweg von ca. 7 km in Kauf, obwohl der kürzere Weg über Oppershausen nur ca. 800 m beträgt. Grund dafür sei die zu schwache Auslegung einer Brücke zwischen Oppershausen und der Baustelle, die mit einer Achslast von lediglich 5 t ausgewiesen sei. Dies sei für LKW jedoch zu gering, so dass diese den Weg über Osterloh nehmen müssen. Der Ortsbürgermeister habe daraufhin Kontakt zu Bürgermeistert Pohndorf aufgenommen, welcher ihn wiederum an den Landkreis Celle verwiesen habe.

 

Kreisrat Höhl, Landreis Celle, gibt eine Sachdarstellung:

Projektträger seien zwei Landwirte, Baugenehmigungsbehörde sei der Landkreis Celle. Geplant sei eine Milchviehhaltung mit 332 Tieren. Die Melkmaschine fasse 48 Kühe/15 Minuten, was eine Gesamtmilchleistung von 12.000 l am Tag ergebe. Alle zwei Tage werde die Mich mit einem 40 t LKW abgeholt. Das wäre die Belastung, die über den Osterbruchweg führen würde.

Der Landkreis Celle musste bei der Erteilung der Baugenehmigung sicherstellen, dass die Erschließung gesichert ist. Die kürzeste Verbindung führt leider von Oppershausen über den Osterbruchweg und über die Brücke, die lediglich für 5 t Achslast zulässig ist. Ein 40 t darf die Brücke somit nicht überfahren.

Die Erschließung ist allerdings dadurch gesichert, dass die Anliegerstraße Osterbruchweg in Osterloh beginnt und kein Ende hat. Die Erschließung ist somit über die ungünstigere und längere Verbindung des Osterbruchweges durch Osterloh gesichert. Rechtlich gesehen ist die Erteilung der Baugenehmigung korrekt gelaufen, faktisch stellt die derzeitige Erschließung jedoch ein Problem dar.

Hierzu haben bereits Gespräche stattgefunden und die Gemeinde Wienhausen ist bereit, die Brücke im nächsten Jahr zu ertüchtigen.

 

Ortsbürgermeister Dr. Stumpf berichtet, dass nach Aussage eines der beiden Investoren die Transporte deutlich weniger geworden seien. Die Landwirte haben Interesse an kürzeren Wegen, da sie dadurch finanziell entlastet werden.

Darüber hinaus befürchte er Widerstand aus dem Naturschutz, wenn die Brücke verrohrt wird und die Wasserdurchlässigkeit zur Bewässerung möglich zu machen. Hier sichert Kreisrat Höhl eine Lösung zu, die dem Naturschutz nicht entgegenstehen wird.

 

Nach einstimmigem Beschluss des Ortsrates wird die Sitzung von 19:35 Uhr bis 19:40 Uhr für Bürgerfragen unterbrochen.

 

rger aus Osterloh berichten von erheblichen Schäden an der Verteilerkreuzung in Osterloh durch die vermehrte verkehrliche Belastung.

 

An der Zuwegung befinde sich eine weitere Brücke, die nach Unterspülung des Brückenkörpers nicht mehr tragfähig sei. Die Brücke habe keine Tonnagebegrenzung. Hierfür sei jedoch nicht der Landkreis, sondern die Gemeinde Wienhausen zuständig.

 

Abschließend beschlit der Ortsrat einstimmig wie folgt:

  1. Der Schwerlastverkehr ist aus dem Ortsbereich Osterloh herauszuhalten.
  2. Die Zerstörungen an der Osterloher Landstraße bzw. der Altenceller Straßen zu beheben.
  3. Der Landkreis möge sich dafür einsetzen, dass der Zustand der Umfahrung zum Stall so schnell wie glich beendet werde. Die Landwirte mögen insbesondere bei naturschutzrechtlichen Dingen zu unterstützen.