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ALLRIS - Auszug

13.09.2012 - 5 Ergebnisse Klimaschutzteilkonzept-Klärwerk - Vo...

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Wortprotokoll

Der Stadtbaurat führt in das Thema ein und verweist in diesem Zusammenhang auf die MV/0105/12 „Klimaschutz-Teilkonzept für die Kläranlage Celle“. Das Sammeln und Reinigen von Abwasser ist der energieintensivste Bereich innerhalb einer Kommune. Der Stadtbaurat zeigt sich beeindruckt von den möglichen CO2-Einsparungen und die relativ geringe Amortisationszeit der Investitionen.

 

Die Verwaltung berichtet, dass die Metropolregion gleiche Ziele definiert hat wie sie auch im Klimaschutzkonzept der Stadt Celle zu finden sind. Danach soll der Energiebedarf bis zum Jahre 2050 zu 100 % aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Als Zwischenziel strebt die Stadt Celle an, die CO2-Emissionen um 40 % bis zum Jahre 2020 zu reduzieren.

 

Begleitende Maßnahmen und Entscheidungen zum Klimaschutz der Stadt Celle werden von der Verwaltung erläutert.

 

Anschließend trägt Herr Dipl. Ing. Stolte vom Ing. Büro Heidt & Peters anhand einer Power-Point Präsentation, die dem Protokoll als Anlage beigefügt ist, über klimarelevante Bereiche und klimafreundliche Maßnahmen, die die Energieverbräuche nachhaltig reduzieren können, vor.

 

Als konkrete Maßnahmen werden im kurzfristigen Zeitraum eine Ersatzbeschaffung des BHKW, im mittelfristigen Zeitraum die Nutzung von Abwasserwärme und im langfristigen Zeitraum eine solarunterstützte Klärschlammtrocknung vorgestellt. Daneben wird als kurzfristige Maßnahme ein Stromlastmanagement empfohlen, dessen Amortisationszeit weniger als 2 Jahre beträgt.

 

Fragen des Ausschusses werden beantwortet. Der Vorsitzende dankt für den interessanten Vortrag und bittet, dem Ausschuss ein Ranking vorzulegen, welche Maßnahmen wie viel kosten und was dadurch bewirkt wird sowie wie diese finanziert werden können.

 

Ergänzend zum Vortrag führt Dipl. Ing. Stolte hinsichtlich der CO2-Emissionen wie folgt im Nachgang zur Sitzung aus:

 

„Die Gesamtemission an CO2 auf der Kläranlage Celle beträgt 5.058 CO2 pro Jahr (Elimination Belebung, Schlamm aus Faulung, Ablauf, Klärgas, Strom, Heizöl, Erdgas). Hiervon handelt es sich bei 1.327 t CO2 pro Jahr um treibhausrelevant CO2-Emission (Strom, Heizöl, Erdgas).

 

Bei der Summe der maßnahmenbedingten CO2-Reduzierung (Summe der kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen) beträgt 566 t CO2 pro Jahr. Es handelt sich also um eine mögliche 42%ige Reduktion der treibhausrelevanten CO2-Emission der Kläranlage.

 

Hier noch ein paar Vergleichswerte:

 

-          spezifischen CO2-Emissionen des deutschen Strommix 2011 gem. Umweltbundesamt 554 g/kWh

 

-          durchschnittlicher Pkw-Ausstoß: Ca. 140 – 160 g CO2/km

 

 

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Anlagen