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ALLRIS - Auszug

23.02.2012 - 6 Arbeitsschwerpunkte der Integrationspolitik in ...

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Wortprotokoll

Herr Stadtrat Kassel knüpft bei seinen Ausführungen an den Workshop des Integrationsausschusses am 17. Juni 2011 in der Heimvolkshochschule Hustedt an und verweist auf die damaligen Anregungen. Zugleich erklärt Herr Kassel, dass Chancengleichheit und Bildung, die Themen seien, die auch der Workshop als besonders wichtig erachtet hatte und ergänzt, Ziel müsse es sein, gleiche Bildungszugangschancen zu ermöglichen. So sei der Anteil  von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund an Realschulen und Gymnasien gering, die Stadt wolle Schülerinnen und Schüler unterstützen, qualifizierende Abschlüsse zu erlangen. In den Blick sei auch die Gesundheitsvorsorge, die Prävention und die Pflege im Alter zu nehmen. Die interkulturelle Öffnung von Institutionen sei ein weiteres Ziel, die Stadt Celle habe den Anteil der Auszubildenden mit Migrationshintergrund in den vergangenen Jahren erhöhen können. Herr Kassel regt an, die Ideen und Vorschläge aus dem Workshop des vergangenen Jahres aufzugreifen.

Ratsherr Dr. Übermuth fragt, welche Summen die Stadt in die Integration investieren will.

Herr Stadtrat Kassel merkt an, die Integration sei eine freiwillige Aufgabe der Stadt, für die keine jährliche Gesamtsumme beziffert werden könne, so dienten Ausgaben für die frühkindliche Bildung oder die finanzielle Unterstützung von Pflegestützpunkten auch der Förderung der Integration in der Stadt Celle. Im Haushalt 2012 stehen für Maßnahmen des Referates Integration, dem sogenannten Integrationstopf,  3000 Euro zur Verfügung. Für die Förderung der sozialen Arbeit aus dem Bereich der Integration stehen 12.800 Euro zur Verfügung. Und mit der Summe von bis zu 90.000 Euro aus dem Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ können in Celle im Jahr 2012 Einzelprojekte für Vielfalt und Toleranz und zur sozialen Integration umgesetzt werden.

Ratsherr Falkenhagen fragt, ob die Migrantinnen und Migranten eine Beteiligung an den Angeboten leisten können.

Ratsfrau Wiegel meint, diesen finanziellen Beitrag leiste etwa das Êzidische Kulturzentrum für die vielseitigen Kontakte zwischen Celle und Batman.

Ratsherr Hagos erkundigt sich nach der Vernetzung der Integrationsarbeit auf regionaler Ebene.

Herr Stadtrat Kassel weist darauf hin, dass vor Bildung des Integrationsausschusses im Rat der Stadt Celle es eine Anhörung der Integrationsbeauftragten der Landeshauptstadt Hannover sowie Braunschweig und Lüneburg gegeben habe.

Herr Backhaus erklärt, das Referat Integration arbeite im Regionalverbund Heide der Kooperativen Migrationsarbeit Niedersachen KMN mit, wo bei den regelmäßigen Verbundtreffen auch ein fachlicher Austausch stattfindet. Das Referat Integration habe außerdem gute Kontakte zur Integrationsbeauftragten des Landkreises Celle, zum Büro für Migrationsfragen der Stadt Braunschweig und zur Beauftragten für Gleichstellung, Familie und Integration der Stadt Peine.

Frau Wiegel verweist auf das Integrationsleitbild der Stadt Celle, das der Rat im Jahr 2005 beschlossen hat und schlägt vor, jährliche Themen festzulegen, um das Leitbild konkret zu machen.

Frau Vorsitzende Langhans spricht sich dafür aus, auf die konkreten Vorschläge des Workshops zurückzugreifen und diese umzusetzen.

Herr Stadtrat Kassel erläutert, die Empfehlungen des Workshops seien eine Art Kompass. Die Verwaltung werde zur nächsten Sitzung des Integrationsausschusses Vorschläge unterbreiten. So könnten auch die Aktivitäten des Lokalen Aktionsplans  im Rahmen des Bundesprogramms   „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ mit den politischen Vorstellungen des Integrationsausschusses verknüpft werden.