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ALLRIS - Auszug

27.06.2012 - 7 Mitteilungen der Verwaltung

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Wortprotokoll

Frau Klukon stellt den Niedersächsischen Integrationsbeirat vor.

Der Integrationsbeirat Niedersachsen hat sich am 22.11.11 konstituiert und am 14.02.12 ein weiteres Mal getagt.

Der Integrationsbeirat beschloss in seiner konstituierenden Sitzung, in Niedersachsen besondere integrationspolitische Akzente zu setzen. Aus den Reihen der Beiratsmitglieder haben sich vier Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit den Schwerpunktthemen:

 

„Bildung und Elternarbeit“

„Ausbildung, Arbeit und Wirtschaft“

„Teilhabe und Engagement““

„Gesundheit, Altern und Familie“

befassen.

 

Der Integrationsbeirat setzt sich zusammen aus:

Der Vorsitzenden Frau Aygül Özkan, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, der Stellvertretenden Vorsitzenden Frau Prof. Olga Graumann, Universität Hildesheim sowie Vertretern aus Migrantenselbstorganisationen, von Verbänden und Interessenvertretungen, Vertretern aus Bildung und Arbeit, Einzelpersönlichkeiten und Vertreten von Kirchen/Religionsgemeinschaften.

 

Frau Klukon macht auf die festgelegten Schwerpunkte der Arbeitsgruppen aufmerksam und fügt hinzu, dass Bildung und Elternarbeit auch ein Schwerpunkt im Integrationsausschuss ist und stellt zwei Angebote der Stadt vor.

Das erste Angebot STEP richtet sich an Eltern.

STEP ist ein Trainingsprogramm für Eltern, die im Erziehungsalltag erfolgreich sein wollen. Es ist seit 20 Jahren das erfolgreichste Elterntraining in den USA. Mehr als 60 wissenschaftliche Untersuchungen belegen den positiven Einfluss des STEP Elterntrainings auf den Erziehungsstil der Eltern. Das Elterntraining in Celle wird durch die Universit Bielefeld wissenschaftlich begleitet. Die Stadt Celle hat in Verbindung mit dem Jugend- und Sozialamt STEP flächendeckend in Schulen, Kindergärten und in der Jugend- und Erziehungshilfe (Diakonie, Caritas etc.) eingeführt, indem sie in all diesen Bereichen Angestellte der Stadt bzw. der jeweiligen Organisationen zu STEP Kursleiter/innen ausbilden ließ.

STEP eignet sich auch als Integrationsmaßnahme in Celle. Die Kurse zur demokratischen Erziehung (Grenzen und Freiräume) werden auch von einem STEP Kursleiter polnischer und einem Kursleiter kurdischer Herkunft durchgeführt. Die Kurse werden sowohl von einheimischen Eltern als auch von Migranten gut besucht.

Bei diesen Kursen wird STEP oft als Chance wahrgenommen, Eltern mit unterschiedlich großen Erziehungsproblemen und unterschiedlicher ethnischer Herkunft von- und miteinander lernen zu lassen. Die gemeinsame Teilnahme dieser zunächst so verschiedenen Eltern an einem STEP Elternkurs hat sich bewährt und sogar als Vorteil erwiesen – die Eltern lernen einander in ihrer Unterschiedlichkeit und Andersartigkeit, aber auch bezüglich ihrer unerwarteten Gemeinsamkeiten zu respektieren und zu schätzen. Wenn Sprachschwierigkeiten eine Barriere darstellen, nnen die Kurse ausschließlich in der jeweiligen Muttersprache stattfinden.

 

Das zweite Angebot ist ein Förderprogramm für Kinder.

Im zweiten Halbjahr der 1. Klasse wird eine einjährige Lernförderung durch die Stadt finanziert. In jeder Grundschule existiert eine Gruppe, die im Lesen und Rechnen gefördert wird. Viele Kinder haben Formulierungsschwierigkeiten oder gelesene Inhalte werden nicht verstanden. Die Kinder werden gefördert von speziell ausgebildeten Lernförderern. Davon gibt es ca. 10 – 15 in Celle. Im Schnitt nehmen jährlich 150 Kinder an der Förderung teil.

 

Als weitere Mitteilung gibt Herr Kassel einen Ausblick auf die nächste Sitzung, auf der sich intensiv mit dem Projekt „DaZNet“ beschäftigt wird, weil sich dieses Projekt mit dem Schwerpunktthema Bildung des Ausschusses befasst.