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ALLRIS - Auszug

27.02.2013 - 3 Sachstand Inklusive Schule sowie finanzielle Au...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Als schulfachlicher Dezernent der Landesschulbehörde ist Herr Theel derzeit für alle Schulen im Stadtgebiet zuständig. Ab 01.03.2013 werden 1,5 neue Stellen für die Außenstelle in Celle eingerichtet. In seinem Vortrag erläuterte Herr Theel das neue Verfahren zur Feststellung eines Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung und auf welche Veränderungen sich die Grundschulen in diesem Zusammenhang einstellen müssen.

Die Präsentationsfolien und ein Aufsatz von Marie-Christina Waje und Dr. Wachtel werden

der Niederschrift beigefügt. Die Erlasse zur Klassenbildung und zur Lehrerversorgung befinden sich derzeit noch im Anhörungsverfahren. Im jetzigen Entwurf sei es vorgesehen ab 1.8.2013 zwei Lehrerstunden (nicht mehr Förderlehrerstunden!) im Rahmen der sonderpädagogischen Grundversorgung pro Woche aufsteigend ab Klasse 1 zur Verfügung zu stellen. Dies sei auch dem Umstand geschuldet, dass derzeit kaum Förderlehrkräfte zur Verfügung stünden. Insgesamt sind ca. 300 Kinder im Landkreis Celle in Grundschulen und im Sekundarbereich I betroffen.

Im Anschluss an den Vortrag von Herrn Theel werden Fragen der Ausschussmitglieder beantwortet.

 

Die Vertreterin der Lehrer weist darauf hin, dass aus ihrer Sicht die Attraktivität des Berufs Förderschullehrer abgenommen habe. Zukünftig würden Förderschullehrer nicht mehr fest an einer Schule unterrichten, sondern mit wenigen Stunden an verschiedenen Grundschulen tätig sein. Aus Sicht von Herrn Theel, wird sich dieses Problem nach vier Jahren durch die aufwachsende Einführung der Inklusion zum Teil erledigen.

 

Die Ausschussvorsitzende fragt nach, ob bei der Lehrmittelausstattung an den Grundschulen nun Montessori-Lehrmittel für alle Schüler beschafft werden müssten. Die SPD-Fraktion betont, dass hier vor allem die Schule gefordert sei, zu entscheiden welche Lehrmaterialien benötigt würden. Dem stimmt Herr Theel zu. Durch die Einführung der inklusiven Schule entstünde eine komplett neue Situation für alle Schülerinnen und Schüler. Besonders hervorzuheben sei in diesem Zusammenhang, dass allein durch voraussichtlich 470 zusätzlich zur Verfügung stehende Lehrerstunden im Bereich Celle vom Land ca. 700.000 €hrlich zusätzlich zur Verfügung gestellt würden.

Die CDU-Fraktion regt an, dass sich Mitglieder des Schulausschusses vor Ort in den Grundschulen über die Veränderungen im Unterricht einer inklusiven Schule informieren sollten. Die Vertreterin der WG-Fraktion sieht dies kritisch, da in einer inklusiv beschulten Klasse, anders als in einer Integrationsklasse die Leistungsunterschiede nicht so deutlich hervortreten. Dem pflichtet Herr Theel bei, da durch die Inklusion unterschiedliche Arbeitsschichten erforderlich wären, die im Unterricht kaum wahrnehmbar seien.

Die Verwaltung schlägt vor, nach ca. einem ¾ Jahr einen Grundschulleiter zu einem Bericht über die Veränderungen durch Einführung der inklusiven Schule in den Schulausschuss einzuladen.

Der Vertreter der Fraktion Die Unabhängigen möchte wissen, wie mit möglichen Sorgen der Eltern vor einem Leistungsabfall ihrer Kinder umzugehen sei. Aus den Erfahrungen mit den Integrationsklassen an der Realschule Auf der Heese kann Herr Theel berichten, dass in den Integrationsklassen bisher durchweg ein höherer Leistungsstand als in den Parallelklassen erreicht wurde. Die Verwaltung merkt an, dass durch eine stärkere Leistungsspreizung ein veränderter Unterricht allen Kindern zu Gute komme.

 

Im Anschluss an den Vortrag kommt es zu einer Aussprache über die Beschlussvorlage. Die CDU-Fraktion kritisiert, dass bereits 14 Tage nach der Genehmigung des Haushaltes 2013 über eine außerplanmäßige Ausgabe beraten werden soll. Dies hätte bereits im Haushaltsentwurf enthalten sein können, da der Antrag der CDU-Fraktion bereits im Herbst vorgelegen habe. Inhaltlich werde der jetzt vorliegende Beschlussvorschlag als Erfolg des vorgelegten CDU-Antrags gewertet.

Die SPD-Fraktion widerspricht der Darstellung, dass der Vorschlag der CDU-Fraktion dem jetzigen Verwaltungsvorschlag entspricht, da die zur Verfügung gestellten Mittel nach Bedarf im Einzelfall zur Verfügung gestellt würden.

Die Aussagen der CDU-Fraktion werden von der Verwaltung zurückgewiesen, da vereinbart war den Bedarf an zusätzlichen Haushaltsmitteln in der Arbeitsgruppe Inklusive Schule zu beraten und einen Vorschlag dann im Schulausschuss vorzustellen. Wären die Haushaltsmittel kurzfristig in die Haushaltsplanung 2013 aufgenommen worden, hätte hierüber nicht mehr im Schulausschuss beraten werden können. Zu dem Zeitpunkt als über den Antrag der CDU-Fraktion beraten wurde, seien die notwendigen Investitionen noch gar nicht absehbar gewesen. Hier fehlten nach wie vor Anhaltspunkte, so dass zunächst die Anträge der Grundschulleiter abzuwarten seien. Erst dann könne auch die Verwaltung abschätzen, ob die jetzt vorgeschlagenen 20.000 €r das Jahr 2013 auskömmlich seien.

 

 

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Nachrichtlich an folgende(n) Ortsrat/Ortsräte gem. § 3 V Hauptsatzung: -

Der Schulausschuss empfiehlt den Beschlussvorschlag einstimmig.

 

Beschlussvorschlag:

Der Rat beschließt, einen Betrag in Höhe von 20.000 € in den Haushalt 2013 einzustellen, um den Schulen eine bedarfsgerechte Ausstattung mit Lernmaterialien im Zusammenhang mit der Einführung der Inklusiven Schule zu ermöglichen.

 

 

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Anlagen