11.06.2014 - 7 Bericht der Unfallkommission (Vortrag)
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Gremium:
- Ausschuss für Straßenbau und Verkehr
- Datum:
- Mi., 11.06.2014
- Status:
- gemischt (Protokoll genehmigt)
- Uhrzeit:
- 17:03
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Herr Karl-Heinz Kroll, Polizei Celle – Geschäftsführer der Großen Unfallkommission, stellt den Verkehrslagebericht für das Stadtgebiet Celle vor (siehe Anlage).
Hier werden jährlich ca. 2000 Unfälle registriert. Dabei nimmt die Zahl der Toten und Schwerverletzten weiter ab. In Bezug auf Unfälle mit Fahrradfahrerbeteiligung zeigen verstärkte Kontrollen Wirkung und das Fahrverhalten der Fahrradfahrer konnte in positiver Weise beeinflusst werden. Hinsichtlich der Unfälle mit Kinderbeteiligung zeigen sich bislang keine Unfallhäufungsstellen.
Auf Nachfrage des beratenden Mitgliedes Haße erläutert Herr Kroll, dass der häufigste Grund für die Beteiligung von Radfahrern an Verkehrsunfällen, die Benutzung der falschen Straßenseite ist.
Stadtbaurat Kinder weist in diesem Zusammenhang auf die Rechtsprechung hinsichtlich der Schuldfrage bei Radfahrerbeteiligung hin und fragt nach dem Umfang des Schuldzuspruchs. Hierauf gibt Herr Kroll an, dass bei festgestellter Benutzung der falschen Fahrbahnseite den Radfahrern, im Regelfall, 100 % der Schuld zugesprochen wird.
Auf Nachfrage der Fraktion Bündnis ´90/Die Grünen kann Herr Kroll eine Unfallhäufung im Bereich Altenceller Schneede/B 214, die im Zusammenhang mit den Bauarbeiten stehen könnte, ausschließen.
Die CDU-Fraktion fragt an, ob eine Differenzierung zwischen auswärtigen und einheimischen Unfallverursachern möglich ist. Dies wird verneint.
Insbesondere im Bereich Hannoversche Heerstr./Wilhelm-Heinichen-Ring werden vermehrt Unfälle bei Nässe registriert. Hier könnte es nach Ansicht der Polizei erforderlich sein, den Fahrbahnbelag zu erneuern. Ferner wurde darauf hingewirkt, dass die Plakatierung an bestimmten Stellen, z.B. Wilhelm-Heinichen-Ring, nicht mehr zugelassen ist, was für die Autofahrer insbesondere das Erkennen der Lichtsignalanlagen erleichtert und dadurch die Verkehrssicherheit erhöht. Zudem erweist sich die Umrüstung der Lichtsignalanlagen auf LED-Technik als probates Mittel, die Sichtbarkeit der Ampelzeichen deutlich zu verbessern.
Herr Kroll geht auf die insgesamt 28 Unfallhäufungsstellen im Stadtgebiet ein und erklärt die Vorgehensweise und geplanten Maßnahmen der Unfallkommission zur Vermeidung von Unfällen.
Herr Haße fragt nach konkreten Unfallhäufungsstellen für Radfahrer. Hierauf antwortet Herr Kroll, dass es keine dauerhaften Unfallhäufungsstellen gibt. Es hat den Anschein, dass es bei Sperrungen von Radstrecken im Zusammenhang mit Baumaßnahmen zu Unfallhäufungen an anderen Stellen, also auf Ausweichstrecken, kommt.
Abschließend dankt der Ausschuss Herrn Kroll für den ausführlichen Vortrag.
Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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4,6 MB
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