01.12.2014 - 6 Sachstand Y-Trasse
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Sitzung:
-
Sitzung des Ortsrates Vorwerk
- Gremium:
- Ortsrat Vorwerk
- Datum:
- Mo., 01.12.2014
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 18:30
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Die Ortsbürgermeisterin begrüßt zu diesem TOP die Mitglieder des „Aktionsbündnisses gegen Trassenneubau“ Herrn Kramer (Scheuen), Herrn Hohls (Becklingen) und Herrn Thies (Nindorf). Die drei stellen anschließend ihre geplanten Aktivitäten vor und machen deutlich, dass das Bündnis nicht gegen zeitgemäße Formen des Güterverkehrs und deren Entwicklung sei, sondern sich für die intelligente Nutzung vorhandener Verkehrswege einsetzen wolle.
Sie stellen die enormen Einschnitte für die Landschaft sowie für Flora und Fauna dar, die die Y-Trasse und die Stromtrasse „Südlink“ mit sich bringen würden. Mehrere Arbeitsgruppen hätten sich in den letzten Wochen getroffen, binnen kurzer Zeit wurden ca. 500 Protestkreuze in der Landschaft aufgestellt um die Trassenführung zu visualisieren. Bisher sei die Bürgerschaft noch nicht wach, „Romantikeisenbahn“ sei gestern gewesen, die Anzahl der Züge würde nach den derzeitigen Planungen drastisch zunehmen! Zudem seien 6m hohe Lärmschutzwände an der Eisenbahnstrecke vorgesehen, dies würde das Landschaftsbild komplett verändern. Die Kosten für den Bau würde bei ca. 2-3 Milliarden € liegen, egal, welche Variante beschlossen würde.
Ortsbürgermeisterin Fiss informiert, dass sie im Beirat der Initiative mitarbeiten wolle, da Vorwerk in Bezug auf die Eisenbahnlinie und eine mögliche Mehrbelastung auch betroffen sei. Sie berichtet, dass Stadt und Landkreis Celle eine gemeinsame Resolution auf den Weg bringen wollen. Sie betont, dass der Auftraggeber der Bund sei, die Bahn AG lediglich einen Beschluss ausführen würde. Somit seien auch die heimischen Bundestagsabgeordneten gefordert, sich für eine möglichst geringe Belastung der Region einzusetzen. Derzeit beschäftigen sich etwa 80 Fachleute mit den Trassenplanungen. Die Ortsbürgermeisterin sagt zu, dass die örtliche Politik und insbesondere die Ortsbürgermeister der betroffenen Stadtteile Groß Hehlen, Garßen und Vorwerk einen engen Dialog suchen und sich zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger einsetzen würden.
