25.11.2015 - 7 Baumnachpflanzung in der Zöllnerstraße
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Gremium:
- Ortsrat Blumlage/Altstadt
- Datum:
- Mi., 25.11.2015
- Status:
- gemischt (Protokoll genehmigt)
- Uhrzeit:
- 19:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Ortsbürgermeisterin Jahnke fasst kurz die Problematik um eine Nachpflanzung eines Baumes in der Innenstadt zusammen. Sie fordere unabhängig vom Gestaltungsleitplan eine Pflanzung zeitnah vorzunehmen. Stadtbaurat Kinder sei froh über bürgerschaftliches Engagement und den engagierten Ortsrat Blumlage/Altstadt. Er gebe zu bedenken, dass der Ortsrat und die Verwaltung in der Sache nicht weit auseinander lägen, lediglich in dem Zeitpunkt der Umsetzung gebe es Differenzen. Er selber vertrete die Ansicht, dass Grün in die Innenstadt gehöre und er diesen Standpunkt bei der internen Diskussion auch vertrete. Allerdings gebe er zu bedenken, dass die Altstadt differenzierter zu betrachten sei und die Grünstandorte gut ausgewählt werden müssten. Seit 2015 habe die Stadt Celle die Sanierungsträgerschaft übernommen, es brauchte eine gewisse Zeit, um die Förderrichtlinien zu vereinfachen. Nun stehe der Gestaltungsleitfaden kurz vor Abschluss. Es wäre gewagt, jetzt einen Baum zu pflanzen, der ein Jahr später wieder versetzt werden müsste. Er könne den Unmut des Ortsrates verstehen, bittet aber, der Verwaltung noch sechs Monate Zeit zu geben. Man werde dem Ortsrat und den Bürgern die Möglichkeit geben, sich bei den Planungen zu beteiligen. Ratsherr Dr. Übermuth begrüßt die Tatsache ein Grünkonzept aufzustellen. Allerdings finde er, dass es unbefriedigend für den Ortsrat sei, immer wieder um Geduld gebeten zu werden. Die Diskussion um ein Grünkonzept, und in diesem Fall die Pflanzung eines Baumes, gebe es bereits schon lange vor der Amtszeit des Stadtbaurates. Er führt weiter aus, dass es in Celle eine Bürgerin gebe, die mit eigenen Mitteln einen Baum retten wollte. Diese individuelle Handlung zeige doch bürgerschaftliches Engagement, das dringend in Zeiten desolater städtischer Haushalte benötigt werde. Stadtbaurat Kinder berichtet von einer internen Arbeitsgruppe „Grün“, in der es unterschiedlichste Ansichten bei der Gestaltung der Altstadt gebe, schon alleine deswegen sei der vorgesehene Planungszeitraum von 6 Monaten nicht zu lang. Er versichere, dass noch im Frühjahr ein Baum gepflanzt werde. Ortsratsmitglied Müller fragt nach, welche Garantien es für die Umsetzung dieser Aussage gebe. Ortsratsmitglied Engelen betont, dass fraktionsübergreifend die Pflanzung des Baumes gefordert worden sei, selbst die Pflanzstelle wäre bereits abschließend geklärt worden. Im Übrigen könne von einer Planungsgruppe verlangt werden, bereits geschaffene Fakten in Überlegungen einzubeziehen. Interessant fände er in diesem Zusammenhang die Aussage der Verwaltung, dass bei der Planung der Alten Feuerwehrhauptwache Bäume zu berücksichtigen seien. Ratsfrau Fudeus bestehe weiterhin auf die Pflanzung des Baumes in der Zöllnerstraße. Bei der Spenderin des Baumes handele es sich um eine ältere Mitbürgerin, die die Pflanzung vielleicht gar nicht mehr erlebe. Sie persönlich habe den Eindruck, die Stadtverwaltung spiele nur auf Zeit. Stadtbaurat Kinder entgegnet, dass er den Standort nicht gänzlich ablehne, er bestehe aber auf eine gesamtstädtische Feinplanung. Er biete an, ein direktes Gespräch mit der Spenderin zu führen und ihr persönlich seine Sichtweise zu erklären. Ratsherr Ohl sei begeistert zu hören, dass der Stadtbaurat Grün in der Innenstadt wolle. Er ist allerdings erbost darüber, dass die Verwaltung meine, über die Presse Dinge zwischen Ortsrat und Stadt klären zu müssen. Der Ortsrat Blumlage/Altstadt habe sich bewusst gegen eine Pressemitteilung entschieden und auf den Dialog gehofft und sei bitter enttäuscht worden. Ortsratsmitglied Schröder finde, dass die Haltung des Ortsrates in dieser Angelegenheit deutlich gemacht worden sei, ihm reiche es, dass der Stadtbaurat sein persönliches Wort gegeben habe, einen Baum zu setzen. Ortsbürgermeisterin Jahnke fände es wichtig, wenn der Ortsrat mit in die Arbeitsgruppe einbezogen werden könnte, damit Ideen mit in das Gestaltungskonzept einfließen. Sie hoffe auf eine Durchlässigkeit des Konzeptes, ansonsten bräuchte man keine Ortsrat- und Bürgerbefragung. Der Ortsrat besteht einstimmig darauf, vor der Öffentlichkeit über das Gestaltungskonzept informiert zu werden.
