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ALLRIS - Auszug

04.06.2015 - 3 Vorstellung der Arbeit der Niedersächsischen Ai...

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Wortprotokoll

Frau Imke Schmieta, Geschäftsführung des Landesverbandes der Niedersächsischen AIDS-Hilfe, begrüßt die Mitglieder des Ausschusses und bedankt sich für die Einladung, sich und die Arbeit der AIDS-Hilfe vorstellen zu dürfen.

Sie gibt das Wort weiter an Herrn Ulrich Mennecke, Leiter der Infoline Celle.

Anhand eines Flyers und eines Handout für die Mitglieder des Ausschusses erläutert er die Arbeit der Celler AIDS-Hilfe.

Die Infoline ist seit dem 01.01.2013 die Nachfolgeeinrichtung der Celleschen AIDS-Hilfe e. V., die sich zum damaligen Zeitpunkt in Auflösung befand und die Infoline hat die Arbeit als eigenständige Stelle übernommen. Er hat in Celle eine 33%-Pädagogen-Stelle, arbeitet mithin 13 Stunden pro Woche für die Infoline in Celle.

hrend man Ende der 90er Jahre mit Kombitherapien das Leben verlängern konnte, ist AIDS/HIV seit Mitte der 2000er eine behandelbare Krankheit mit normaler Lebenserwartung, wenn man die Krankheit selbst auch nicht heilen kann.

Zu den gefährdeten Bevölkerungskreisen gehören bisexuelle/homosexuelle Männer, Drogenabhängige, Migranten, Häftlinge und Prostituierte.

Die Hauptstandbeine der Infoline sind Prävention, Beratung, Unterstützung und Öffentlichkeitsarbeit, sprich das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen.

Nach seinem Vortrag hat das Gremium Gelegenheit, Fragen zu stellen. Wie sieht es beispielsweise mit der Prävention an Schulen aus. Herr Mennecke erklärt daraufhin, dass aufgrund seines zur Verfügung stehenden Zeitkontingents, eine flächendeckende Aufklärung an Schulen nicht möglich ist. Auf Anfrage von Schulen ist er aber immer gern bereit, mit den Schüler/-innen das Thema aufzuarbeiten. Häufiger seien allerdings Anfragen von Konfirmandenrunden oder auch Ausbildungsbetrieben. Von Schulen werden eher Informationsmaterialien angefordert.

Eine weitere Frage wurde nach der ärztlichen Versorgung gestellt. Herr Mennecke führte dazu aus, dass AIDS/HIV ein Expertenthema ist und der Hilfesuchende kompetente Ärzte in Hannover (z. B. an der Medizinischen Hochschule) konsultieren kann. In Celle ist das in der Intensität nicht möglich.

Auf die Frage, wie die Versorgung von Flüchtlingen aussehe, führte er aus, dass es beim Landesverband ein transkulturelles Netzwerk speziell für Flüchtlinge gibt.

Feste Sprechzeiten können aufgrund der Zeitkapazitäten nicht angeboten werden, aber E-Mails oder Fragen auf dem Anrufbeantworter werden in der Regel noch am selben Tag beantwortet und auch die Anonymität kann durch Anrufe z. B. per prepaid Handy oder per E-Mail mit erfundenem Namen gewahrt bleiben.

Die Infoline liegt in der Trägerschaft des Landesverbandes, d. h. eine Landeszuwendung von 15.000 €r Celle ist gesichert, Verwaltungskosten trägt ebenfalls der Landesverband und man bemüht sich vor Ort um Projektförderungen, so konnten von einem Sponsor für 2015 weitere 3.000 € generiert werden.

Die Vorsitzende bedankt sich bei Herrn Mennecke und Frau Schmieta für die interessanten Ausführungen.