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ALLRIS - Auszug

10.04.2024 - 3 Präsentation Entsiegelung Kleiner Plan

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Wortprotokoll

 

Herr Thomas Jarosch (Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt vom Planungsbüro häfner jiménez betcke jarosch landschaftsarchitektur gmbh) stellt das Projekt für die Entsiegelung Kleiner Plan vor.

 

Dazu fragt Herr Ohl (Bündnis 90/Die Grünen, Ortsrat Blumlage/ Altstadt) wieviel Prozent des Niederschlagswassers über die Entsiegelung versickern und ob sich daraufhin die Niederschlagswassergebühr verringert. Ebenso wird die Größenordnung der Verdunstung durch die Baumkronen erfragt. Herr Jarosch erläutert, dass ein Prozentwert für die Versickerung nicht angegeben werden kann. Eine Änderung der Niederschlagswassergebühr sei seines Wissens nicht geplant, darüber muss jedoch die Verwaltung entscheiden. Herr Pohlmann (Fachbereichsleiter Verkehr und technische Dienste) bestätigt, dass es keine Änderung geben werde, da auch bei reiner Oberflächenversickerung entsprechende Vorrichtungen Instand zu halten sind. Die Niederschlagswassergebühr ist im normalen Tarif enthalten. Wie im Förderprogramm zu entnehmen ist, sollen die Maßnahmen urban sein.

 

Herr Jarosch erläutert, dass eine durchschnittliche Verdunstung von 200 Litern bei einer mittleren Baumkrone angenommen wird. Allerdings kommt es von der Neuanpflanzung bis zum ausgewachsenen Baum zu einer Steigerung.

 

Herr Engelen (SPD, Ortsbürgermeister Blumlage/Altstadt) möchte wissen, ob die derzeit vorhandenen 7 Bäume erhalten bleiben bzw. welche Größe die neuen Bäume haben. Herr Jarosch entgegnet, dass aufgrund der Verlegung des Gehweges nicht alle Bäume erhalten werden können, Neuanpflanzungen sollen einen Stammumfang von 18 -20 cm haben.

 

Herr Engelen fragt, ob trotz der Anpflanzungen jedes Fenster bei einem medizinischen Notfall erreichbar ist. Herr Jarosch bestätigt dies, es wurden bei drei Treffen mit der Feuerwehr die verschiedenen Rettungswege unter Einsatz von unterschiedlichen Rettungsgeräten geprüft.

Herr Engelen stellt fest, dass die Stellfläche der Außengastronomie durch die Umgestaltung verringert wird. Dazu führt Herr Jarosch aus, dass offensichtlich mehr Fläche genutzt wird als genehmigt wurde. Herr Pohlmann ergänzt, dass angesichts der Pandemie die Überprüfung nicht so restriktiv umgesetzt wurde. Inzwischen ist man mit den betroffenen Gastronomen im Dialog. Zur Frage von Herrn Engelen zum Verbleib des Bücherschrankes teilt Herr Pohlmann mit, dass die Kosten für den Umzug und die Neuaufstellung auf dem Platz zu Lasten der Stadt Celle als Verursacher gehen. Ebenso wird die Kunststele „Fachwerkmann“ einen anderen Aufstellungsort finden. Herr Jarosch antwortet auf die Frage von Herrn Engelen zur Bauzeit, dass es sich um etwa ein Jahr handeln wird. Allerdings wird es keine komplette Sperrung geben, die Erneuerung von Leitungen erfolgt Zug um Zug und wird mit den ansässigen Betrieben und Anliegern so abgestimmt, dass sich möglichst wenig Beeinträchtigungen ergeben.

 

Herr Lapusch (AfD) hat den Einwand, dass Fördergelder auch Steuergelder sind und fragt sich, wie eine gute Aufenthaltsqualität definiert wird.

 

Frau Thomsen (Bündnis 90/ Die Grünen) bedankt sich für die Präsentation und fragt, wie der Durchgangsverkehr unterbunden wird. Herr Jarosch führt aus, dass dort Schilder aufgestellt werden, die nur einen Lieferverkehr erlauben. Die Planungen sind noch nicht abgeschlossen.

Herr Rentsch (SPD) stellt fest, dass eine Vergrößerung der Fußgängerzone automatisch die Aufenthaltsqualität erhöhe und dies im Sinne der SPD-Fraktion sei.

 

Herr Engelen weist darauf hin, dass zum Beispiel die Bänke am Brandplatz unter den Bäumen häufig nicht nutzbar seien, weil sie von den in den Bäumen sitzenden Vögeln vollgekotet werden. Herr Jarosch erklärt, dass die Säure des Vogelkotes das Holz nicht angreift. Trotzdem sollten Bänke im Schatten unter Bäumen stehen, da sie die Aufenthaltsqualität subjektiv steigern.

 

Die Frage von Herrn Danner (Die Unabhängigen), ob die Planungen die Voraussetzungen für eine Fußgängerzone beinhalten, wird von Herrn Jarosch bejaht.

Herr Dr. Huber (Celler Klimaplattform) merkt an, dass es sich um ein sinnvolles Konzept handelt, da es schon eine Qualitätssteigerung darstellt, wenn sich in dem Bereich Leute aufhalten.

 

Herr Schoeps (WG) stellt fest, dass dem Thema Aufenthaltsqualität nicht hinzuzufügen sei.

Herr Grote (Seniorenbeirat) bittet um Informationen zu den verkehrsrechtlichen Einschränkungen der Anlieger. Herr Pohlmann nennt die Einrichtung von 2 Kurzzeitparkplätzen, im Übrigen wissen die Anwohner der Innenstadt um die grundlegende Problematik des Parkraumes im innerstädtischen Bereich. Ausweichparkplätze zum Be- und Entladen stehen bereit. 

 

Die Ausschussvorsitzende fragt nach den Kontrollmöglichkeiten und ob gegebenenfalls Poller aufgestellt werden können. Herr Jarosch hält den Aufwand für Poller zu groß, es muss schließlich eine Durchfahrt ermöglicht werden. Grundsätzlich muss eine Beschilderung ausreichen, die jeder Verkehrsteilnehmer zu beachten hat. Vermehrte Kontrollen insbesondere zu Beginn der geänderten Verkehrsführung sind sinnvoll und angebracht, gegebenenfalls muss bei den Maßnahmen nachgebessert werden.

 

 

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