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ALLRIS - Auszug

28.05.2024 - 9 Aktuelles aus der Celler Zuwanderungsagentur (m...

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Wortprotokoll

Zuerst informiert Herr Nothdurft über den gestrigen Besuch der  Nds. Kultusministerin Julia Willie Hamburg in der Einrichtung an der Hohen Wende. Ziel war es für die Ministerin sich über den Schulunterricht der Grundschüler und Unterricht der Jugendlichen in der Landesaufnahmebehörde – Außenstelle Celle zu informieren.  Fast alle der Kinder und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter waren vor Ort.

 

Derzeit sind 198 Geflüchtete aus 21 Nationen in der Einrichtung untergebracht. 44 % hiervon sind Kinder bzw. Jugendliche. Schwerpunkt der Herkunft ist derzeit Kolumbien, gefolgt von Syrien, Montenegro, Türkei, Ruanda und Georgien.

Die gelebte Vielfalt ist in der Einrichtung Realität.

 

Aktuell werden der Stadt Celle seitens des Landes keine Geflüchteten zugewiesen. Gemäß des aktuellen Runderlasses sind zunächst die Unterquoten auszugleichen. Im Landkreis Celle bedeutete dies, dass einige Gemeinden mit Unterquoten vorrangig zur Stadt die Zuweisungen vom Land erhalten. Insgesamt hat das Land eine Neufestsetzung des Gesamtverteilkontingentes bis 30.09.24 vorgenommen. Hiernach hat auch die Stadt Celle noch 139 Personen aufzunehmen, wenn der Bedarf dafür vorliegt. Insofern ist die derzeitig entspannte Lage sehr fragil. Aufgrund immer knapper werdender Wohnraumkapazitäten wird derzeit ein Notfallplan für die Unterbringung für den Herbst/Winter verwaltungsintern erarbeitet.

 

Das Projekt Aller(T)räume ist gut angelaufen. Zwei Hauptziele sollen erreicht werden:

Förderung der sozialen Integration und Teilhabe

Durch die Vernetzung mit Jobcenter, kulturellen Einrichtungen und Migrantenselbstorganisationen werden Netzwerke und Angebote erschaffen, die den Teilnehmenden helfen, die deutsche Sprache anzuwenden, sich schneller in die Gesellschaft zu integrieren und ihre Lebensqualität zu verbessern.

Zu nennen ist beispielhaft die Zusammenarbeit mit dem Jobcenter zu dem Thema Jobturbo. Das Jobcenter lädt hierzu regelmäßig die Zielgruppe in die Aller(T)Räume ein, um über „Jobturbo“ zu informieren. Bei Bedarf finden mit den Kundinnen und Kunden des Jobcenters auch Einzelgespräche u.a. zur traumasensiblen Beratung statt.

Ein weiteres Beispiel ist die erfolgreiche Arbeit mit der Generation Plus. Jeden Dienstag von 13:00 Uhr bis 14:30 Uhr treffen sich Seniorinnen und Senioren in den Aller(T)Räumen zwecks Austausch und Vernetzung. Anfang Mai organisierte das Team eine Schlossführung mit 21 geflüchteten Personen aus der Ukraine.

 

Stärkung der interkulturellen Zusammenarbeit und Gemeinschaft

Um den Dialog und das gegenseitige Verständnis untereinander zu fördern und zu stärken, ist der Bereich Integration gut vernetzt mit Einrichtungen der Integrationsarbeit, Sprachkursanbietern und Migrantenselbstorganisationen. Aus dieser Vernetzung heraus lud das Team der Allerträume am 11. April in die Aller(T)Räume ein, um das Zuckerfest gemeinsam zu feiern. Es kamen 70 Frauen und Kinder aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen zusammen. Das Ziel, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und eine Brücke zu bauen, um das gegenseitige Verständnis zu fördern, wurde erreicht. Die Teilnehmenden äußerten auch Ihre Ideen und Wünsche, so dass aktuell an neuen Angeboten gearbeitet wird.

 

Zum Abschluss teilt Herr Nothdurft noch mit, dass der Eigenbetrieb sich beim Rathausfest am 15.06.2024 mit einem eigenen Stand beteiligt.  Auch beim Ferienpass ist die Zuwanderungsagentur dabei. Das Angebot der Aller(T)Räume lautet: „Wir machen Theater im Karton“ und wird an zwei Terminen für verschiedene Altersgruppen angeboten.

 

Abschließend wurden Fragen aus dem Ausschuss beantwortet.

Frau Uca wollte wissen, in welchem Alter die Kinder sind, die in der Hohen Wende untergebracht sind. Lt. Herrn Nothdurft sind diese zwischen 0-17 Jahre.

 

Auf die Frage, wie die Lage auf dem Wohnungsmarkt aktuell ist und ob noch Geflüchtete zur Vermeidung von Obdachlosigkeit untergebracht werden können, teilt Herr Nothdurft mit, dass die Zuwanderungsagentur zurzeit nur eine Notfallwohnung zur Verfügung hat. Insgesamt ist es immer schwieriger, auf dem Wohnungsmarkt entsprechende Wohnungen zu finden.

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